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Aktives Zuhören als Erziehungsmaßnahme

Beim aktiven Zuhören geben Eltern ihren Kindern die Möglichkeit selbstständig zu werden. Dabei geht es nicht nur den Kindern besser. Auch die Eltern entlastet das aktive Zuhören.

Manchmal haben Eltern das Gefühl ihre Kinder nicht verstehen zu können oder komplett gegen eine Wand zu reden. Umgekehrt fühlen sich Kinder missverstanden und werden dadurch nur noch sturer. Beim aktiven Zuhören und dem Formulieren von Ich-Botschaften werden Missverständnisse aus dem Weg geräumt und die Beziehung zwischen Eltern und Kindern verbessert.

Aktives zuhören beugt Missverständnissen vor

Aktives Zuhören heißt nicht sein Kind einfach tun zu lassen was es will und vollkommen passiv zu bleiben. Es ist wichtig, dem Kind zu vermitteln, dass seine Aussagen bei den Eltern ankommen.

Kommt das Kind beispielsweise schlecht gelaunt von der Schule, sollten sich die Eltern die Argumente des Kindes anhören und diese in eigenen Worten wiederholen.

Den Satz: „Ich hab keine Lust mehr auf Hausaufgaben! Ich will mich lieber mit Max treffen!“, können die Eltern mit: „Die vielen Hausaufgaben überfordern dich anscheinend und du hast das Gefühl keine Freizeit mehr zu haben“, beantworten.

Beim aktiven Zuhören ist es wichtig, die Aussagen nicht zu bewerten oder zu interpretieren. Durch die Wiederholung des Problems in eigenen Worten kann das Kind das Gesagte gegebenenfalls noch einmal korrigieren. Dadurch wird Missverständnissen vorgebeugt und das Kind fühlt sich von den Erwachsenen verstanden.

Kleinkinder werden sich durch diese Erklärungen meist erst ihren Gefühlen bewusst. Durch das aktive Zuhören lernen sie so mit ihren Emotionen besser umzugehen.

Ich-Botschaften als Erziehungsmaßnahme

Anstatt Kinder zu belohnen oder zu bestrafen, können Ich-Botschaften als wirksame Erziehungsmethode dienen. Dabei wird das Kind nicht ausgeschimpft oder zu etwas verdonnert. Auf diese Art werden Kinder meist nur trotzig und nehmen die Argumentation der Eltern nicht mehr auf.

Wenden Erwachsene Ich-Botschaften an, regen sie das Kind zum selbstständigen Denken an und lassen es selbst auf die Lösung kommen.

Wenn das Kind laute Musik hört und die Eltern nicht schlafen können, ist es hilfreicher nicht sofort: „Mach endlich die Musik leiser!“ zu brüllen.
Eine Ich-Botschaft in diesem Falle könnte sein: „Es regt mich auf, dass ich bei diesem Lärm nicht  schlafen kann.“ Die Botschaft enthält nicht Forderung die Musik leiser zu stellen. Auf diese Lösung kann das Kind selbst kommen.

Lösungsalternativen bei Kleinkindern

Bei Kleinkindern ist es manchmal besser Lösungsalternativen zu geben, da diese noch nicht in der Lage sind selbst welche zu formulieren.

Natürlich ist das kein Patentrezept für ein gute Erziehung, aber das aktive Zuhören kann helfen die Atmosphäre in der Familie zu lockern und mit der Zeit kann das Kind so zur Selbstständigkeit erzogen werden.

Helena