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Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) bei Kindern

Die allergische Rhinitis ist ein allergischer Schnupfen, der unter der Bezeichnung Heuschnupfen bekannt ist. Die allergische Rhinitis geht auf eine Sensibilisierung gegen spezielle Allergene zurück, die zu einer Entzündung der Nasenschleimhaut führt.

Allergische Erkrankungen wie der Heuschnupfen zählen zu den häufigsten Gesundheitsbeeinträchtigungen von Kindern und Jugendlichen. Rund 16 bis 20 Prozent der Kinder bis zum 10. Lebensjahr leiden unter den Symptomen einer allergischen Rhinitis. Insgesamt sollen 15 bis 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen von der Erkrankung betroffen sein. Im Allgemeinen kann eine Zunahme allergischer Krankheiten im Kindesalter festgestellt werden.

Was sind die Ursachen der allergischen Rhinitis?

Die allergische Rhinitis kann auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. Die genetischen Faktoren spielen dabei eine zentrale Rolle.

Aber auch externe Faktoren spielen eine Rolle. So wird die steigende Anzahl allergischer Erkrankungen mit einer übersteigerten Hygiene und dem damit reduzierten Allergenkontakt in Zusammenhang gebracht. Auch veränderte Lebensbedingungen, wie eine stärkere Luftverschmutzung spielen eine Rolle. Zudem wirken bestimmte Allergene in der Umwelt oder in der Nahrung auf das Immunsystem der Kinder, welches sich erst noch in der Entwicklung befindet, ein, sodass sich allergenspezifische Antikörper ausbilden.

Die Abwehrkörper des Organismus suchen sich im Grunde genommen neue Angriffsflächen, die nicht der ursprünglichen Aufgabe des Immunsystems entsprechen. Im Ergebnis entstehen Allergien gegen Pollen oder bestimmte Inhaltstoffe von Lebensmitteln.

Was sind typische Symptome?

Typische Symptome der allergischen Rhinitis sind ein wiederholtes Niesen, eine verstopfte und juckende Nase, Halskratzen, eine beständig laufende Nase und ein allgemeines Unwohlsein.

Kinder die unter Heuschnupfen leiden, haben häufig Probleme beim Schlafen und fühlen sich daher tagsüber oft müde und sind in der Schule unkonzentriert. Die Erkrankung kann die gesamte geistige und körperliche Entwicklung der Kinder negativ beeinflussen.

Wie wird die allergische Rhinitis behandelt?

Die Erkrankung wird auf drei verschiedene Arten zu behandeln versucht. Zum einen durch die Karenz, also die Meidung des Allergens, die Pharmakotherapie, die medikamentöse Behandlung der akuten Symptome und eine spezifische Immuntherapie.

Die Behandlung von Kindern, die unter allergischer Rhinitis leiden, entspricht in großen Teilen der Behandlung von erwachsenen Patienten. Allerdings sind bei sehr jungen Patienten einige Besonderheiten zu beachten. So sollten Maßnahmen zur Vermeidung der allergieauslösenden Stoffe möglichst früh eingeleitet werden, um ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern.

Im Rahmen der Pharmakotherapie wird abhängig vom Schweregrad der Erkrankung die passende Medikation ausgewählt. Diese soll die belastenden Symptome reduzieren und die entzündlichen Nasenschleimhautveränderungen verringern. Dabei wird versucht, die Nebenwirkungen für die Kinder so gering wie möglich zu halten. In Betracht kommen zu diesem Zweck Antihistaminika, topische Glukokortikoide, Cromone oder nasale Sympathomimetika.

Viele Mediziner konzentrieren sich bei der Behandlung der allergischen Rhinitis bei Kindern auf die spezifische Immuntherapie. Denn besonders bei Kindern kann die Ausweitung des Sensibilisierungsspektrums noch eingedämmt und dadurch Langzeitfolgen der Erkrankung verhindert werden.

Wie kann der Erkrankung vorgebeugt werden?

Vorbeugen können Kinder bzw. Eltern betroffener Kinder einer allergischen Rhinitis am besten dadurch, dass die allergieauslösenden Stoffe gemieden werden. Handelt es sich bei diesen um Tierhaare, muss der Kontakt mit Tieren geringgehalten werden. Sind Hausstaubmilben für die allergische Reaktion verantwortlich, können eine häufige Reinigung und Lüftung des Kinderzimmers, sowie spezielle Allergie-Bettwäsche eine positive Wirkung entfalten.

Bei den meisten Kindern mit allergischer Rhinitis sind Pollen für die symptomatische Reaktion verantwortlich. Zu den Hochzeiten der jeweils Allergie auslösenden Pollen sollte möglichst wenig Zeit im Freien verbracht oder eine Reise an einen weniger durch Pollenflug belasteten Ort unternommen werden. Um sich besser auf die Zeiten des Pollenflugs einstellen zu können, kann ein Pollenkalender hilfreich sein.

Pollenkalender

Quellen: RKI, Allergiezentrum , euroClinix

Grafik: euroClinix

Foto: Thinkstock_178493649_iStock_AnneMS

 

Helena