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Babyschlafsäcke – große Auswahl, große Verwirrung

Es wurden bis heute noch nicht alle Ursachen des plötzlichen Säuglingstods enträtselt. Jedoch können bekannte Risikofaktoren verhindert werden. Aufgrund einer besseren und intensiveren Aufklärung konnte die Rate in den letzten zwanzig Jahren um mehr als 80 % gesenkt werden. Auch dem Baby Schlafsack sei Dank.

 Die richtige Wahl treffen

Es gibt derzeit unzählige Hersteller und eine Vielzahl an Modellen für Bettchen, Kinderwagen und Zubehör, darunter leichte Baumwoll- oder Jersey-Schlafsäcke für den Sommer, warm wattierte Thermoschlafsäcke oder Daunenfüllungen für den Winter. Bei Ganzjahresvarianten sind oftmals die Ärmel abtrennbar oder der Innensack zum Herausnehmen. Der Baby Schlafsack mit sogenannten Klimakapseln beinhaltet feuchtigkeitsregulierende 4-Loch-Hohlfaserkugeln zum Erwärmen oder Abkühlen einströmender Frischluft.  Schlupfsäcke, praktisch für Babyschale oder Kinderwagen, ergänzen die Palette in der gleichen Bandbreite. Weitere Informationen finden Sie unter http://baby-test.org/testberichte/baby-schlafsack-test.

Es ist kein Wunder, dass junge Mütter mit der Auswahl des richtigen Modells überfordert sind. Es gibt jedoch einfache Regeln, die beim Kauf und der Anwendung eines Schlafsacks hilfreich sind:

  • Der Schlafsack darf wegen Wärmeverlust nicht zu groß sein.
  • Das Baby muss sich darin bewegen und strampeln können (Ausnahme: Pucksäcke).
  • Er muss der Jahreszeit und der Raumtemperatur angepasst sein (Schutz vor Überwärmung).
  • Es gibt eine Faustregel für die ideale Größenberechnung: Körpergröße des Babys und zusätzlich 10 cm Platz nach allen Seiten.

Auch der beste Schlafsack will korrekt angewandt sein

Das Baby sollte nicht frieren, sich aber auch nicht überhitzen. Die ideale Temperatur im Schlafzimmer beträgt 16 bis 18 Grad, was im Sommer natürlich nicht zu gewährleisten ist. Daher müssen Schlafkleidung und Baby Schlafsack variieren. Im Winter ist ein leichter Schlafanzug angebracht, während in der warmen Jahreszeit ein Body genügt. Zur weiteren Klimaregulierung kann der Reißverschluss auch bis zur Hälfte offen gelassen werden. Hier sind ein Zweiwegereißverschluss oder ein Modell, welches von oben nach unten geschlossen wird, deutlich von Vorteil. Die Körpertemperatur des Babys ist im Nacken gut zu ermitteln und regelmäßig zu überprüfen. Der Nacken sollte normal warm sein. Nicht heiß, nicht feucht und nicht kalt. Kühle Ärmchen oder Beinchen sind nicht aussagekräftig.  Das Kleine braucht auch kein Mützchen im Bett und darf im Schlafsack liegend mit keiner weiteren Decke zugedeckt werden. Im Kinderwagen darf das Kind im Winter trotz Schlupfsack wärmer gekleidet sein.

Kuschelig auch ohne Decke

Mittlerweile weiß jede Mutter, dass in Kinderbetten von unter zweijährigen Kindern aufgrund der Erstickungs- und Überhitzungsgefahr keine Kissen, Feder- und Daunenbetten verwendet werden sollen. Wenn Sie nur wenige „Regeln“ beachten, finden auch Sie den richtigen Kuschelsack für Ihr Kind. Dieser beschert ihm einen wohligen und behüteten Schlaf.

Bildnachweis: VRD – Fotolia

Helena