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Babysicherheit im Haus: Alkohol

Krankes Kind, Foto:© soupstock - Fotolia.com

Krankes Kind, Foto:© soupstock - Fotolia.com

Neben Putzmitteln und Medikamenten gibt es (fast) jedem Haushalt noch eine weitere, potentielle Gefahrenquelle: Alkohol

Gefahr: Alkohol

Anders als das bei Putzmitteln und Medikamenten der Fall ist, können Kinder wesentlich leichter an Alkohol gelangen. In vielen Haushalten gehört Alkohol einfach dazu. Das Glas Wein zum Abendessen, die Flasche Bier nach einem langen Arbeitstag, dies alles bekommen Kinder natürlich mit und wollen es den Eltern gleichtun. Alle Kinder lieben Süßes und viele alkoholische Getränke, wie zum Beispiel Likör, üben auf kleine Kinder eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Ein achtlos auf dem Wohnzimmertisch zurück gelassenes Glas, in dem sich noch ein Rest Likör befindet, ist für kleine neugierige Kinder praktisch eine Einladung. Man sieht gerade einmal nicht hin und schon ist es passiert, das Kind trinkt den restlichen Alkohol oder leckt das Glas aus. Alkohol, auch in noch so kleinen Mengen, kann für ein Kind zwischen zwei und sechs Jahren verheerende Folgen haben.

Eine Auswahl an Schrankschlössern finden Sie hier:


Was tun, wenn das Baby versehentlich Alkohol getrunken hat

Eine Vergiftung mit Alkohol bei kleinen Kindern führt oft zu Bewusstseinsstörungen, die Kinder bekommen heftige Magenschmerzen und es kann unter Umständen bis zu einer gefährlichen Bewusstlosigkeit kommen. Bei einer Vergiftung mit Alkohol riecht das Kind aus dem Mund nach Alkohol und sollte sofort zum Erbrechen gebracht werden. Das funktioniert am Besten, indem man dem Kind den Finger in den Hals steckt. Keine Löffelstiele oder ähnliches verwenden, denn das kann zu Verletzungen im Hals- und Rachenbereich führen. Hat sich das Kind erbrochen, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden oder das Kind muss in die Notaufnahme eines Krankenhauses gebracht werden. Das Kind sollte aber nur dann zum Erbrechen gebracht werden, wenn es bei vollem Bewusstsein und auch noch ansprechbar ist. Liegt eine Bewusstlosigkeit vor, dann kann es bei einem Versuch seine eigene Zunge verschlucken und daran ersticken. Bei einer Bewusstlosigkeit muss das Kind sofort auf dem schnellsten Wege in ärztliche Hände.

Vorsichtsmaßnahmen

Sicher kann man nicht alle alkoholischen Getränke aus dem Haushalt verbannen, es kommt wie bei anderen Dingen, wie beispielsweise Medikamenten und Putzmitteln, auch beim Alkohol auf die richtige Lagerung an. Alkohol sollte immer in sicher abschließbaren Schränken oder an einem möglichst hoch gelegenen Ort aufbewahrt werden. Der Kühlschrank zu ebener Erde ist daher kein besonders geeigneter Ort für Wein, Wodka, Schnaps und Bier, denn jedes Kind schaut gerne mal im Kühlschrank nach eventuellen Naschereien.
Wenn Alkohol, zum Beispiel im Sommer im Kühlschrank aufbewahrt wird, dann sollten die Flaschen unbedingt sehr gut verschlossen sein, so dass das Kind sie nie aus eigener Kraft öffnen kann. Auch beim Backen mit Alkohol lauern Gefahren. Besonders kleine Kinder helfen der Mutter gerne mal beim Backen. Auch hier gilt, Backaromen mit Alkohol wie zum Beispiel Rum oder auch Kirschwasser, immer außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren und das Kind während der Teigzubereitung nicht aus den Augen zu lassen. Ist das Kind etwas älter, sollte man ihm eindringlich erklären, dass man von Alkohol sehr krank werden kann.
Die beste Vorsorge ist aber immer noch, in der Gegenwart eines Kindes keinen Alkohol zu trinken, denn Eltern oder auch ältere Geschwister sind besonders für kleinere Kinder immer Vorbilder.

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Helena