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Babysicherheit im Haus: Arzneimittel

Medikamente ausser Reichweite von Kindern verwahren!, Foto:© Joanna Zielinska - Fotolia.com

Medikamente ausser Reichweite von Kindern verwahren!, Foto:© Joanna Zielinska - Fotolia.com

Wenn kleine Kinder anfangen auf ihren eigenen Beinen zu stehen, dann gehen sie auf Entdeckungsreise und alles im Haus ist sehr interessant. Aber es lauern auch überall Gefahren, draußen im Garten, in der Küche, im elterlichen Schlafzimmer und vor allen im Badezimmer.

Bunte Pillen – zum Verwechseln ähnlich zu Süssigkeiten

Kinder können Gefahren noch nicht einschätzen und erkennen, für sie ist alles neu und aufregend. So sehen sie zum Beispiel auch die bunten Pillen, die auf dem Tisch oder auf dem Nachtschränkchen liegen und schlucken diese Tabletten, die sie wahrscheinlich für bunte Bonbons halten, aus lauter Neugierde oder auch nur, weil sie es bei Mama oder Papa so gesehen haben. Besonders Kinder im Alter zwischen ein und vier Jahren sind sehr neugierig und daher sind in diesem Alter Vergiftungen typische Notfälle und dazu gehören in den meisten Fällen Vergiftungen mit Medikamenten und Arzneimittel.

Eine Auswahl an Schrankschlössern finden Sie hier:


Medikamente sicher verwahren

In jedem Haushalt gibt es Medikamente, wenn aber ein Baby ins Krabbelalter kommt, dann gehören ausnahmslos alle Arzneimittel in einen abschließbaren Schrank. Dieser Schrank sollte nach Möglichkeit sehr hoch angebracht werden und der Schlüssel sollte nie stecken. Auch eine vermeintlich harmlose Kopfschmerztablette kann bei einem kleineren Kind schwere Vergiftungen hervorrufen. Das gilt für mehrere Medikamente.

Verhaltensregeln im Notfall

Wenn es allerdings passiert ist und das Kind hat Arzneimittel zu sich genommen, dann ist höchste Eile geboten. Zeigt das Kind erste Symptome und Anzeichen oder besteht auch nur der Verdacht auf eine Vergiftung, muss von zu Hause aus Kontakt mit der Giftnotrufzentrale aufgenommen werden. Es ist sinnvoll primär und sofort in einem der Giftinformationszentren, die 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang erreichbar sind, anzurufen, denn in einigen Fällen können nach genauer Hinterfragung der Ereignisse die Kinder häuslich beobachtet werden und den Kindern sowie Eltern bleiben unanganehme Dinge erspart. Zusätzlich werden durch den Anruf unnötige Therapien verhindert und erheblich Kosten im Gesundheitswesen gespart.

Bei jeder Vergiftung ist es sehr wichtig, heraus zu finden, was das Kind geschluckt hat, man sollte daher immer den Mund nach Resten durchsuchen und vorhandene Reste mit einem Tuch vorsichtig auswischen und aufheben. Die Reste müssen zum Arzt oder ins Krankenhaus mitgenommen werden, das ermöglicht den Ärzten eine schnelle und vor allem effektive Hilfe. Wenn das Kind sich unmittelbar nach der Einnahme von Arzneimitteln erbricht, sollte man das Erbrochene aufzusammeln und zum Arzt oder ins Krankenhaus mitnehmen, denn auch das bringt schnelle Erkenntnisse über die Art der Vergiftung. Wenn Sie keinen Kinderarzt finden können Sie auch in die Noraufnahme eines Krankenhauses fahren. Erbrechen ist oftmals notwendig, besonders dann, wenn das Kind stark giftige und schnell wirkende Arzneimittel, wie etwa Schlaftabletten zu sich genommen hat. Fälschlicher Weise denken viele, dass Erbrechen oftmals notwendig ist, besonders dann, wenn das Kind stark giftige und schnell wirkende Arzneimittel, wie etwa Schlaftabletten zu sich genommen hat. Achtung, das ist gefährlich! Herbeigeführtes Erbrechen ist eine Massnahme, die heute kaum noch Anwendung findet und in einer Situation mit rascher Bewusstseinseintrübung die Gefahr der Aspiration mit folgender Lungenentzündung birgt. Die allermeisten Pflanzeningestionen im Kindesalter sind relativ unproblematisch und bedürfen allenfalls einer Entgiftungstherapie mit Medizinalkohle. Das Beste ist, sich sofort Rat beim Gift-Notruf zu holen und auf entsprechende Anweisungen zu warten.

Eine Auswahl an Schrankschlössern finden Sie hier:


Tipp: Der Anruf bei der Gift-Notrufzentrale kann unter Umständen das Leben des Kindes retten, deshalb sollte die Rufnummer immer griffbereit neben dem Telefon liegen. Auf keinen Fall sollte das Kind bei einer Vergiftung mit Arzneimitteln Milch trinken.

Helena