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Brautkleid – Verwendung nur für einen einzigen Tag?

Viele Mädchen träumen schon als Kind von ihrem Kleid, das sie an ihrem schönsten Tag tragen werden. Wallende Spitze, unschuldiges Weiß, ein schwingender Tüllrock: Es muss einfach perfekt sein!

Und tatsächlich. Am besagten Tag sind Sie die schönste Frau von allen, die Augen Ihrer Freundinnen weiten sich ehrfurchtsvoll, Sie sind ein einziger wandelnder weißer Traum und fühlen sich noch viel besser, als Sie sich eigentlich erträumt hatten.
Aber so ein Tag geht so schnell vorbei! Und als Sie sich in der Nacht von Ihrem neu angetrauten Ehemann den Reißverschluss am Rücken öffnen lassen, werden Sie vielleicht auch ein klitzekleines bisschen wehmütig. So schön werden Sie niemals wieder sein. Und nie wieder wird es eine Gelegenheit geben, dieses bezaubernde Kleid, das wie für Sie geschaffen wurde, noch einmal zu tragen.

Doch was tun mit all dem sündhaft teuren Stoff? Einfach im Kleiderschrank für die nächsten fünfzig Jahre einmotten lassen? Hoffen, dass die eigene Tochter irgendwann sich Ihrer Wurzeln besinnt und es ebenfalls an ihrem besonderen Tag tragen möchte? Wohl eher unwahrscheinlich. Darauf sollte man lieber nicht warten. Oder was würden Sie zu dem Kleid Ihrer Mutter sagen, das dreißig Jahre lang im Schrank auf Sie gewartet hat…? Eben.

Aber es gibt allerhand Möglichkeiten. Eine feminine davon wäre zum Beispiel die stilvolle Aufbewahrung. Eine schöne Schachtel, ähnlich einer Geschenkbox, könnte dem Kleid einen staubfreien Aufbewahrungsort bieten, damit Sie alle paar Jahre hinein schielen und sich erinnern können 😉 . Oder aber Sie lassen später daraus das Taufkleid für Ihr Baby nähen. Somit bekommt das Taufkleid eine ganz persönlich emotionale Note und bekommt noch dazu eine besondere Symbolik.

Aber noch ein ganz spezieller Trend greift die letzte Zeit um sich: „Trash Dress“ heißt der propagierte Wahnsinn, der nichts anderes als die Zerstörung des Kleides bedeutet! Hierbei dürfen Sie sich beherzt im letzten Schlammloch mit Ihrem Kleid wälzen, dürfen es zerreißen, zerbeißen, zerschneiden oder was auch immer Ihnen dazu einfällt. Dabei ein paar hübsche Fotos für das Familienalbum… und äh, naja. Also ich persönlich finde es einerseits witzig, als Zeichen dafür, dass man sich selber nicht allzu wichtig nehmen darf, aber andererseits finde ich es auch makaber. Denn alles, was wir irgendwie tun, unterliegt ja auch einer gewissen Grundsymbolik. Und die Zerstörung eines Brautschmuckes, das für die Einläuterung der Ehe benutzt wurde, ist irgendwie kein schöner Anfang, wie ich finde. Aber für all diejenigen mit viel Humor und beherzter Zunge: Bitte sehr! Denn Spaß macht die ganze Sache bestimmt total! Und wer wollte sich nicht schon längst mal mit teurer Seide im Schlamm wälzen…?! Was für ein Traum 🙂 !

Helena
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