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Das neue Volksleiden Nierensteine plagt bereits Jugendliche

Bei der Diagnose „Nierensteine“ liegt der Gedanke nahe, dass ein älterer Mensch betroffen ist. Doch immer mehr jungen Menschen unter 30 Jahren klagen über plötzlich auftretende, heftige Schmerzen im Bauch. Wenn sich zu viele Mineralien in der Niere abgelagert haben, entstehen Nierensteine. Schmerzhaft bemerkbar machen sich die allerdings erst, wenn sie in Bewegung kommen und der Körper versucht, sie loszuwerden.

Mehr Frauen und Jugendliche betroffen

Fast jeder zehnte Erwachsene in Europa litt schon unter Nierensteinen und jeder fünfte Deutsche. Am Häufigsten sind Männer zwischen 30 und 60 Jahren betroffen. Doch laut neuester Studien zählen immer mehr Frauen unter 25 Jahren und vor allem Kinder und Jugendliche zu den Nierenstein-Patienten. Bereits Zehnjährige können Nierensteine entwickeln. Das ist bedingt durch Erbfaktoren oder andere gesundheitliche Problemen wie Harnwegsinfekte, Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen. Die steigende Zahl der Betroffenen führen Mediziner allerdings auch auf eine ungesunde Ernährung zurück, da andersherum eine Nahrungsumstellung der Nierensteinbildung entgegenwirkt.

Kleiner Stein, große Wirkung

Die Steine können wenige Millimeter groß sein. Dann fließen sie oft unbemerkt mit dem Urin ab. Doch erreichen sie die Größe eines halben Zentimeters, verstopfen sie häufig Harnleiter oder Harnröhre. Die Schmerzen kommen deswegen plötzlich, sind wellen- beziehungsweise krampfartig und werden oft mit der während einer Geburt verglichen. Ein stechender Druck in den Seiten, Erbrechen und Übelkeit können sich einstellen. In der Folge kann es zu einer Nieren- oder Blasenkolik, im schlimmsten Fall zu Nierenversagen oder einer Blutvergiftung kommen. Im Notfall ist darum eine Nieren- oder Blasenspiegelung, seltener sogar eine Operation nötig.

Vorbeugen durch gesunde Ernährung

Wer bereits Nierensteine hatte oder dazu neigt, sollte seine Nahrung gründlich verdünnen. Im Klartext heißt das, mehr zu trinken. Ein bis zwei Liter am Tag sollten allein ausgeschieden werden. Denn dadurch wird einer Kristallisierung von festen, überschüssigen Mineralien in der Niere verhindert. Und gerade Kinder trinken oft zu wenig, vor allem Wasser. Salzhaltige Lebensmittel und Fertiggerichte sollten vom Speisplan gestrichen werden. Denn Kochsalz regt die Kalziumausscheidung an, was dann als unverwertbarer Überschuss in die Niere gelangt und dort Steine bilden kann. Gemüse, Obst und Milchprodukte enthalten naturbelassenes und damit gesundes Kalzium, Kalium und Magnesium. Diese Mineralstoffe hemmen die Entstehung von Nierensteinen, während tierische Eiweiße nur in geringen Mengen gesund sind. Besonders Harnsäure, aus der sich Nierensteine bilden,  entsteht bei der Verdauung von rotem Fleisch.

Bild: Thinkstock, 510202451, iStock, AndreyPopov

Helena
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