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Der große Horror: Fieberkrämpfe bei (Klein-)Kindern

Krampft ein Kind plötzlich am ganzen Körper, verdreht die Augen, ist bewusstlos und läuft vielleicht sogar blau an, ist die Panik bei den Eltern groß. Bei zwei bis fünf Prozent der Kinder bis vier Jahren kann ein Fieberkrampf auftreten. In 90 Prozent der Fällen bleiben keine Schäden zurück, doch um ernsthafte Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung auszuschließen, sollte sofort der Notarzt gerufen werden.

Ursachen des Fieberkrampfs

 Nach ein paar Minuten ist der (einfache) Krampf vorbei, kann aber bei 30 Prozent der Kinder bei Fieber erneut auftreten. Mediziner sehen die Ursache in einem raschen Fieberanstieg, so dass im Vorfeld gar keine Zeit bleibt, fiebersenkende Mittel zu geben oder Maßnahmen zu ergreifen. Ganz erforscht ist der Fieberkrampf bisher noch nicht, gilt aber als erblich bedingt. Generell verursacht er keine geistigen oder körperlichen Schäden und auch die Angst der Eltern, das Kind könne während des Anfalls ersticken, ist unbegründet.

Einfache oder komplexe Form

 Unterschieden wird je nach Alter zwischen dem einfachen und komplexen Fieberkrampf.

Der einfache Fieberkrampf

  • tritt bei Kinder zwischen sechs Monaten und vier Jahren auf.
  • dauert unter einer Viertelstunde und tritt einmal während eines Tages auf.
  • ist nicht ausgelöst durch eine Gehirnentzündung oder eine ähnliche Erkrankung
  • betrifft den ganzen Körper.

Der komplexe Fieberkrampf

  • tritt bei Kindern auf, die jünger sind als sechs Monate oder älter als fünf Jahre.
  • dauert länger als eine Viertelstunde und wiederholt sich an einem Tag.
  • kann Anzeichen für eine Epilepsie sein.
  • kann nur einzelne Körperteile betreffen und ohne Fieber auftreten. Die Ursachen sind ärztlich abklären zu lassen.

Verhalten während des Krampfes

 Um das Kind vor Verletzungen zu schützen, sollte es während des Krampfens ausreichend Platz um sich haben und nicht festgehalten werden. Erbricht es, ist die stabile Seitenlage die richtige Körperhaltung. In jedem Fall sollte Ruhe bewahrt werden, da Fieberkrämpfe schlimmer aussehen als sie für das Kind sind. Der gerufene Notarzt verabreicht gegebenenfalls ein krampflösendes Mittel. Dieses Medikament kann den Eltern für zukünftige Krampfzustände bei der Vorstellung beim Kinderarzt oder Spezialisten in Form eines Zäpfchens oder als flüssige Lösung mitgegeben werden.

Foto: Thinkstock, 484617727, Stock, MarcoGovel

Helena
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