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Der Verlauf einer Demenz

Demenz. Die Altersvergesslichkeit. Tragisch – aber ein Faktum. Mit dem sich Anghörige beschäftigen müssen, wenn der langsam schleichende Verfall des Gedächtnisses eines lieben Menschen eintritt. 

Demenz ist eine komplexe, mittlerweile gut erforschte Krankheit, die in zahlreichen Ausprägungen beim Menschen auftritt. Die wohl bekannteste Demenz-Erkrankung ist die Alzheimersche Erkrankung. Merkmale von Demenz sind das langsame Schwinden kognitiver, emotionaler und sozialer Funktionen. Vor allem für die Mitmenschen Demenzkranker ist die Krankheit eine enorme Herausforderung, da sich der erkrankte Mensch in seiner Gesamtheit verändert.

Im Verlauf der Krankheit nimmt die Gedächtnisleistung immer weiter ab

Im Verlauf einer Demenzerkrankung fällt zuerst meist eine leichte Gedächtnisstörung auf, die sich zu einer umfangreichen Gedächtnisschwäche entwickelt, welche auch das Langzeitgedächtnis betrifft.

Beginnend mit Einschränkungen des Namensgedächtnisses, verliert sich zunehmend auch das konstruktive Denken. Es schwindet die Auffassungsgabe und Rechenoperationen können nicht mehr bewältigt werden, schließlich sinken Sprachauffassungs- und Sprechvermögen mit all ihren sozialen Folgen auf ein geringes Niveau.

In späteren Stadien der Demenz ist auch das Sprachzentrum betroffen

Neben der Aphasie, der Störung der Sprache, ist die Agnosie ein Merkmal der Demenz. Sie beschreibt die Unfähigkeit Gegenstände und Mitmenschen wiedererkennen zu können, was meist die größte Belastung für die Freunde und Verwandten des erkrankten darstellt, da dieser jeden Tag die einfachsten Dinge immer wieder neu lernen muss.  Hierbei wird jedoch ein Demenzratgeber eine gute Hilfestellung bieten, da er Möglichkeiten aufzeigt wie mit der Situation besser umgegangen werden kann.

Problematisch für die selbständige Lebensführung des Erkrankten ist, dass im Krankheitsverlauf meist zusätzlich noch das Dysexekutive Syndrom auftritt. Darunter ist die verminderte Fähigkeit sich orientieren, organisieren und gezielt Planungen umsetzen zu können, zu verstehen.

Literaturtipp zum Thema

Demenzkranke im Spätstadium sind vollständig auf Pflege angewiesen, selbst wenn, so die Wissenschaft, das Bewusstsein nicht getrübt ist. Ein hilfreiches Buch hat die Ehefrau Inge des Schriftstellers Walter Jens geschrieben. In dem sie den Verlauf der Krankheit liebevoll beschreibt und ihre Reaktion auf das langsame, geistige Abschiednehmen ihres Partners eindringlich schildert.

Helena
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