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Die AARP zeichnet generationsübergreifende Unternehmen aus

Die AARP (American Association of Retired Persons) ist ein internationaler Seniorenverband und umfasst 40 Millionen Mitglieder und hat dieses Jahr insgesamt 15 Unternehmen für innovative Beschäftigungspolitik ausgezeichnet. Und Deutschland kann sich sehen lassen, denn von diesen 15 Preisen gingen 7 an deutsche Unternehmen.

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Generationsübergreifende Modelle wurden ausgezeichnet

Alle Nicht-amerikanischen Unternehmen konnten sich bewerben, für den International Innovative Employer Award ausgewählt wurde dann nach Kriterien, die das Arbeitsverhältnis und die Weiterbildungsmöglichkeiten für Senioren positiv beeinflussten. Darunter fiel beispielsweise:

– Die Einstellungspolitik, also gleichwertige Chancen für gleich qualifizierte Mitarbeiter, unabhängig vom Alter

– Weiterbildungen für alle Angestellten

– Arbeitsplatzgestaltung

– Flexible Arbeitsbedingungen, vor allem im Übergang zur Rente

– finanzielle Unterstützung bei der Rentenplanung

Die deutschen Gewinner:

Bundesagentur für Arbeit

Galeria Kaufhof

Hansgrohe AG

Henkel AG

SICK AG

Deutsche Lufthansa AG

Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbar GmbH

Der Jugendwahn wird zum Problem

Viele Firmen gehen ihre Arbeitssuche falsch an, wollen immer jüngere Mitarbeiter mit immer mehr Qualifikationen. Hochqualifizierte ältere Bewerber werden da meist außen vor gelassen, ältere Mitarbeiter werden nicht mehr für Weiterbildungen vorgesehen oder unterschätzt und -fordert. Teilweise haben ältere Mitarbeiter in besonders jungen Firmen auch mit Mobbing zu tun, da man sie automatisch für weniger belastbar und produktiv hält. Viele Betroffene sagen jedoch nichts, aus Angst, ihren Job zu verlieren. Ein Unding, denn man sollte sich in einem feindseligen Arbeitsumfeld immer seine Rechte verschaffen. Ob nun direkt an die Vorgesetzten gewendet, die hoffentlich vorhandenen Personal Manager oder zumindest über Arbeitgeberbewertungen im Internet, bei denen man meistens auch noch anonym über seine Erfahrungen und Kritiken berichten kann, man sollte solche Bedingungen immer an den Tag bringen. Ein negatives Arbeitsumfeld hat große Auswirkungen auf die allgemeine Lebensqualität, auf anderer Seite suchen gut qualifizierte Arbeiter vergebens, weil sie angeblich zu alt für den Beruf sind, so kann es nicht weitergehen, vor allem nicht, wenn prozentual die Anzahl der arbeitsfähigen Senioren steigt, während junge Arbeiter immer weniger werden.

Das hohe Alter als Vorteil nutzen

Schon seit Jahren predigen demografische Forscher, dass die höheren Rentenalter nicht das Problem sind, sondern die Anpassung des Arbeitsmarktes an zwangsläufig ältere Arbeiter, die mit simplen Schritten ohne weiteres auch im hohen Alter noch hervorragende Arbeit leisten können. Besonders die Weiterbildung sollte dabei in die Senioren investiert werden, denn genau da wird oft gespart und sich dann beschwert, dass sie keine nötigen Qualifikationen haben.

AARP ist bereits ein Anfang und hoffentlich Zukunftsweisend, was die Umstrukturierung eines Arbeitsmarktes angeht, der es demografisch gesehen, dringend nötig hat, auch Senioren vollends in ihrer Arbeitssuche zu unterstützen.

Helena
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