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Die eigenen und die Schwiegereltern

Verliebt, verlobt, verheiratet. Wer sich soweit binden möchte, geht monatelang wie auf rosa Wattewolken. Wenn da nicht nur ein winziges, wirklich ausgesprochen unangenehmes Problemchen wäre: Die Tatsache, dass die Eltern beider Parteien einander vorgestellt werden möchten.

Endlich hat er ihr einen Antrag gemacht und alles könnte so wunderschön sein, wenn… naja, wenn da nicht ihr Vater wäre. Ihr Vater ist nämlich ein alter Politikfanatist, der sich stundenlang über nur ein Thema auslassen kann: den Zweiten Weltkrieg. Nicht, dass das Thema interessant und diskussions- bzw. ehrenswert wäre, allerdings für einen luftig leichten, schönen Abend doch etwas schwer verdaulich. Aber das stört ihren Vater eher selten. Er redet, bis er nach Hause getragen wird. Denn in der Regel fällt ihm auch das schwer: den richtigen Zeitpunkt für das Ende zu erwischen. Man geht, wenn es am Schönsten ist? Von wegen. Ihr Vater geht, wenn es längst zu spät ist. Und auch dann muss er vor die Tür gekehrt werden.

So ist das mit den Eltern: Sie sind einem in der Regel peinlich. So ein Abend ist nicht einfach, denn Eltern gucken hier schon mal genauer hin. Immerhin geht es um das Glück des eigenen Kindes, da sollte man schon wissen, wen man sich in das familäre Boot zieht. Und wie war das noch so schön? „Guck dir sehr genau deine Schwiegermutter an, sie wird deine Frau in zwanzig Jahren sein“. Unter diesen Umständen sind Pannen vorprgrammiert. Denn Haare gibt es in der Suppe immer rauszufischen.

Besser ist, die Eltern schon vor dem Kennenlernen für bestehende Gemeinsamkeiten zu sensibilisieren. Da sagt Peter zum Beispiel: „Du, die Eltern von der Rosie, die gehen auch furchtbar gern segeln“. So gibt es für den ersten Abend gleich unterhaltsamen Gesprächsstoff, der die Eltern einander auch tatsächlich näher bringen und füreinander öffnen kann.

Auf jeden Fall sollte man die Dinge positiv und locker betrachten. Über Katastrophen sollte das Brautpaar beherzt lachen. Denn eigentlich ist doch nur eines wirklich wichtig: dass die beiden sich lieben und sich auf das gemeinsame Eheleben freuen 🙂 . Einen richtig ausführlichen Artikel wurde hier dazu veröffentlicht.

Helena
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