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Die Entwicklungsphase Fremdeln

Kind weintWenn wir ein Baby sehen, es anlächeln und es lächelt zurück ist dies ein ganz besonderes Gefühl. Dabei ist es ganz egal ob die nun das eigene oder aber ein fremdes Baby ist. Zudem spielt es für die Eltern oft keine Rolle mehr, wie anstrengend es doch mit einem Baby sein kann, wenn sie dafür mit dem fröhlichen Gesicht ihres Kindes belohnt werden. Doch dann ist plötzlich alles anders. Das Baby, das gestern noch fremde Leute angestrahlt hat, fängt nun an zu weinen und klammert sich nun an die Mutter. Das Baby beginnt zu fremdeln.

Warum fremdeln Babys?

In die Phase des Fremdelns kommt jedes Baby. Jedoch kann man nie sagen wann das beginnt. Bei einigen beginnt dies bereits mit 5 bis 6 Monaten, andere fangen damit erst mit 8 oder 9 Monaten an.
Dabei geht es jedoch nicht darum, es den Eltern schwer zu machen oder das es z.B. ein Elternteil lieber hat als den anderen, sondern es ist ein ganz natürlicher und auch wichtiger Teil ihrer Entwicklung. Bisher waren für sie alle Gesichter gleich. Wenn das Baby von einem freundlichen Gesicht angelächelt wurde, lacht es zurück, egal ob eigene Eltern oder ein Fremder. Doch in der Fremdelphase beginnt das Kind genauer hinzusehen. Es kennt nun die Merkmale der Mutter, ihr Gesicht, den Klang ihrer Stimme und ihren Geruch, so dass es, wenn es ein Gesicht sieht, es mit dem der Mutter vergleicht. Es kann also genau unterscheiden ob es sich bei der Person um eine bekannte oder eine fremde Person handelt.

Wieso fremdelt das Baby auch bei eigentlich bekannten Personen?

Dies kann vor allem daran liegen, dass das Baby mit diesen Personen nur über kurze Zeit zu tun hat und diese daher nicht als vertraute Personen erkennt, sondern sie als Fremde wahrnimmt. Wenn z.B. der Vater immer über eine längere Zeit nicht zu Hause ist oder den ganzen Tag arbeitet. Hier muss das Baby erst lernen, das diese Personen nicht fremd sind sondern einfach nur nicht immer da sein können wie die Mutter.

Wie verhalte ich mich wenn mein Kind fremdelt?

Ganz wichtig ist es, in dieser besonders wichtigen Phase, dem Kind ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Es muss sich darauf verlassen können, dass die Mutter die Angst des Kindes ernst nimmt und es beschützt. Auf keinen Fall darf diese Angst ignoriert und ein Kontakt erzwungen werden, denn dies kann zu schweren Störungen in der Entwicklung führen. Man sollte das Kind stattdessen langsam an die noch unbekannte Person herantasten, so dass es sich an deren Gegenwart gewöhnen kann und langsam seine Angst verliert. Außerdem kann es auch nicht schaden, sich mit anderen Müttern über dieses Thema und ihre Erfahrungen zu unterhalten. Dabei gibt es auch noch weitere Tipps zum Thema Babys Entwicklung im Mütterforum Mamiweb.

Bild zur Verfügung gestellt von Yvonne Bogdanski / Fotolia

Helena