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Ehekrise – was tun?!

Der letzte Beitrag zu dem neuen Kinohit brachte mich auf den heutigen Beitrag: Was tun, wenn es in der Ehe doch einmal kriselt?!

Natürlich, wer erst noch vor der Hochzeit steht, denkt in der Regel nicht über eventuelle Krisen oder gar Scheidung nicht. Trotzdem setzen viele Paare einen Ehevertrag auf. Nicht etwas aus fehlender Romantik, sondern aufgrund von Vorsichtsmaßnahmen. Aber darum soll es heute nicht gehen.

Wer frisch verliebt ist, kann sich in der Regel gar nicht vorstellen, dass irgendwann einmal der Zeitpunkt kommt, an dem alles in der Liebe einfach schief läuft. Doch der Alltag kommt und mit ihm seine Abnutzungserscheinungen. Die Krise gehört zu jeder guten Ehe schlichtweg dazu. Doch was soll man denn tun, wenn die Krise passiert ist?

Da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen. Die erste und einfachste Möglichkeit ist natürlich die Scheidung. So sind, ketzerisch ausgedrückt, holterdipolter alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt und man kann von vorn beginnen. Ist natürlich nicht schön. Doch vorerst sollte man das Gespräch suchen. Gespräch ist jedoch nicht gleich Gespräch! Bei der zwischenmenschlichen Kommunikation gibt es einiges zu lernen und zu beachten. Denn oft kommunizieren wir gar nicht, sondern manipulieren schlichtweg.

Beispiel gefällig?!
Person 1: „Ich hasse es, den Abwasch zu erledigen.“
Person 2: „…“
Person 1: „Mich macht das regelrecht aggressiv!“
Person 2: „Soll ich den Abwasch für dich erledigen?“
Person 1: „Nein! So will ich das nicht. Du hättest ja schon früher drauf kommen können.“

Anstatt, dass Person 1 gleich klipp und klar kommuniziert hat, was sie sich wünscht, hat sie mit Aggressionen reagiert und dem anderen ein schlechtes Gefühl vermittelt. Viel besser wäre gewesen: „Du, Schatz, wie wär das, könnten wir die Hausarbeit nicht mal neu aufteilen? Ich fühle mich überfordert und würde mich freuen, wenn du zukünftig ein wenig zur Hand gehst.“
Das ist ein sehr banales Beispiel, aber oft läuft Kommnukation in manipulative oder einfach aggressive Bahnen. Das fördert keine Beziehung!

Eine andere Möglichkeit der Eherettung ist, sich selbst retten zu gehen. Indem man sich nicht mehr auf den Partner und die fehlende Zuwendung konzentriert, konzentriert man sich auf sich selbst. Was hat man schon lange nicht mehr ausgiebig getan und was fehlt einem? Zum Beispiel mal wieder so richtig rocken gehen, auf einer Party abtanzen oder mit dem Fallschirm über die Ostsee segeln?! 😉 Alles ist möglich – hauptsache, es bewegt sich was. Das kann eingefahrene Beziehungsmuster auflockern und in neue Wege lenken. Zumindest bleibt es spannend!

Eine letzte Möglichkeit ist die gute alte Paartherapie. Hierbei hilft ein objektiver Dritter den beiden, unbewusste Verhaltensmuster oder schwelende Konflikte aufzudecken und zu bearbeiten. Vielen Paaren hat es schon zu einer neuen Beziehungsbelebung verholfen. Und anderen immerhin dazu, sich friedlich und ohne Rosenkrieg zu trennen.

Beziehung ist auch immer eine Sache der Einstellung, des Wollens. Wenn jemand innerlich schon längst damit abgeschlossen hat, helfen auch keine verzweifelten Rettungsringe im Alltagsmeer mehr. Eines ist auf jeden Fall klar: Das Leben geht weiter. Auch, wenn man manchmal nicht weiß, wie. Mehr dazu findet ihr auch hier.

Helena
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