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Ein Jahr Eheglück?!

Da ich beim letzten Mal ja einen eher ernüchternden Artikel über das Eheleben schrieb, möchte ich heute einmal darauf eingehen, wie wir es besser machen können.

Wer sich trotz coolem Singleleben für die Hochzeit entscheidet, der hat viel vor – und viele Ideen. Vor allen Dingen der Tag aller Tage, die Hochzeit selbst, muss perfekt sein. Und meistens werden Paare auch nicht enttäuscht, die Sonne strahlt, die Frisur sitzt und Braut und Bräutigam strahlen um die Wette. Doch wer eine Ehe beginnt, der hat in der Regel auch einige Erwartungen an die Zukunft.

Besonders Frauen neigen zu verkitschten Vorstellungen ihres Alltages. Alles muss gemeinsam gemacht, besprochen und betüddelt werden, dem anderen wird keine freie Minute vergönnt. Zudem muss der Partner natürlich perfekt sein, regelmäßig Blümchen mitbringen, immer gute Laune haben und immer zärtlich und aufmerksam sein und bleiben. Doch schon einige Monate später bröckelt die rosarote Brille von der Nase, der Blick klart sich auf wie die Sonne durch einen Wolkenbruch schielt. Bei Lichte betrachtet hat der eigene Mann doch viele Macken. Er lässt die Socken liegen, wäscht niemals ab und ständig denkt er nur an das eine, während er aber schon nach einigen Wochen aufgehört hat, sich zu rasieren. Ihgitt.

Mir fällt dabei immer nur eine Bekannte ein, die ihren Mann nach drei Monaten geheiratet hat. Einige Wochen nach der Hochzeit war Silvester und als ich so gegen ein Uhr morgens zum Haus kam, saß in der Wohnstube nur die Oma, rauchte und schlürfte seufzend einen Whiskey, während besagte Bekannte wütend gegen die Badezimmertür trommelte und schrie, dass sie die Scheidung will. So kam es dann auch. Scheidung nach zwei Monaten.

Männer haben weniger romantische Vorstellungen. Zwar tragen auch sie gern mal eine rosa Brille, jedoch verlieren sie die Realität niemals aus den Augen. Ihr Vorteil. Nach einem Jahr haben sich die meisten Paare jedoch gefangen und sind bereit, Kompromisse einzugehen und auch mal den einen oder anderen Weg allein zu gehen. Dabei die Bindung und Nähe zum anderen niemals zu verlieren, ist der große Spagatsprung einer guten, dauerhaften Ehe.

Ich persönlich finde immer, dass eine gute Beziehung und Ehe immer auf dem Fundament einer innigen Freundschaft gebaut sein sollte. Freunde lachen und weinen zusammen, streiten sich mal, raufen sich wieder zusammen und haben auch noch etwas gemeinsam, wenn die Liebe zwischenzeitlich brach liegt. Der Hafen einer Ehe ist eine trostlose Gegend, wenn man niemals auf das tosende, weite Meer segeln kann.

Mehr dazu? Hier entlang!

Helena
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