Home » Gesundheit » Ernährung: Pescetarismus ist die gesündeste Lebensweise für den Menschen

Ernährung: Pescetarismus ist die gesündeste Lebensweise für den Menschen

„Vegetarier leben länger“ – bisher ging man davon aus, dass die fleischlose Ernährungsweise besonders gesund und lebensverlängernd ist. Aktuellen Studien zufolge ist es jedoch gar nicht so sicher, ob der Verzicht auf Fleisch oder der generelle Verzicht auf tierische Lebensmittel tatsächlich das Leben verlängert. Dafür kam die Forschung zu dem Ergebnis, dass der Pescetarismus die gesündeste Lebensweise für den Menschen darstellt.

Auf dem Speiseplan: Obst, Gemüse und viel Fisch

Pescetarier oder auch Pesco-Vegetarier ernähren sich wie die Vegetarier zwar fleischlos, dafür steht neben Gemüse und Obst regelmäßig Fisch auf ihrem Speiseplan. Und der ist reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und die Menge des vom Fettgewebe gebildeten Hormons Adiponectin erhöhen, das sich positiv auf die Blutzuckerkontrolle auswirkt. Diese Effekte zusammen schützen vor Diabetes sowie vor Infarkten, Schlaganfällen und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Ländervergleich macht es besonders deutlich: In Deutschland sterben über 18 Mal so viele Menschen am plötzlichen Herztod wie in Japan, wo praktisch täglich Fisch und deutlich weniger Fleisch auf den Tisch kommt.

Sterberate niedriger als bei Fleischessern und Vegetariern

Eine Studie zeigt, dass die Sterberate bei den Pescetariern wesentlich niedriger ist als bei den Fleischessern und auch niedriger als bei den Vegetariern. Wissenschaftler vermuten, dass die fischreiche Ernährung zu den ältesten Ernährungsformen des Menschen gehört und am ehesten seinen körperlichen Bedürfnissen entspricht. So sind zum Beispiel langkettige Omega-3-Fettsäuren, die nur in Fisch vorkommen, maßgeblich an der Entwicklung und Gesunderhaltung von Augen und Gehirn des Menschen beteiligt.

Ideal: Mindestens zweimal wöchentlich muss Fisch auf den Teller

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) durch wöchentlich ein bis zwei Mahlzeiten aus fettreichem Meeresfisch zu sich zu nehmen. Fischarten, die besonders viel Omega-3-Fettsäuren enthalten sind zum Beispiel Hering, Thunfisch, Lachs, Makrele, Aal, Karpfen, Heilbutt, Forelle, Schellfisch und der Kabeljau.

Fotonachweis: Thinkstock, iStock, bekisha

Helena
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.