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Es juckt und kratzt: Neurodermitis bei Erwachsenen

Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung der Haut, die mit Rötungen und starkem Juckreiz einhergeht. Die Verbreitung der Krankheit ist bei Kindern und Säuglingen besonders groß, aber auch ein bis zwei Prozent der Erwachsenen sind betroffen. Wissenswertes über mögliche Ursachen und moderne Therapieformen erfahren Sie in diesem Gesundheitsratgeber.
Frau kratzt sich

Ursachen für Neurodermitis im Erwachsenenalter

Die Symptome von Neurodermitis bei Erwachsenen sind im Wesentlichen mit denen bei Kindern identisch: Die Haut rötet sich, trocknet aus und juckt sehr stark. Darüber hinaus reagieren Betroffene meist sehr empfindlich auf diverse Allergene. Besonders Nüsse, Kuhmilch, Weizenmehl und Pollen führen häufig zu einem Krankheitsschub. Auch Duftstoffe und Chemikalien in der Kleidung werden in der Regel schlecht vertragen. Der Hautzustand von Neurodermitikern verschlechtert sich außerdem bei emotionalen Belastungen und Stress. Grundsätzlich unterscheiden sich die Auslöser von Person zu Person. Betroffene müssen daher ihren Körper genau beobachten und ihren individuellen Lebensstil unter die Lupe nehmen, um auslösende Substanzen zukünftig zu meiden. Auch der Hautarzt kann mithilfe spezieller Allergietests herausfinden, welche Faktoren für die Krankheitsschübe verantwortlich sind.

Behandlungsmöglichkeiten

Eine gute Basispflege ist die wichtigste Säule bei der Behandlung von Neurodermitis. Pflegeprodukte müssen sorgfältig ausgewählt werden, damit sie den Zustand der Haut nicht verschlechtern. Empfehlenswert sind spezielle Produkte aus der Apotheke, denn diese sind genau auf die speziellen Bedürfnisse der Haut abgestimmt. Bewährt haben sich zum Beispiel die Wirkstoffe Urea, Nachtkerzenöl und Dexpanthenol. Darüber hinaus können rückfettende Ölbäder dazu beitragen, dass die Haut sich beruhigt und Juckreiz gelindert wird. In akuten Krankheitsphasen können antibiotische Salben vom Hautarzt zum Einsatz kommen. Die Verwendung von Kortison ist hingegen nur bei einer sehr stark ausgeprägten Neurodermitis ratsam, da Kortison starke Nebenwirkungen hervorrufen kann. Nicht zuletzt müssen Betroffene einen gesunden, ausgeglichenen Lebensstil pflegen, um das Risiko für Krankheitsschübe zu minimieren. Mehr Informationen und die richtige Behandlung für Neurodermitispatienten gibt es unter diesem Link.

Mit der Krankheit leben

Die Auslöser für Neurodermitis sind ebenso vielfältig wie die Behandlungsmöglichkeiten. Eine gute Basispflege ist die wichtigste Grundlage, um die Krankheit in Schach zu halten. Darüber hinaus müssen Betroffene ihre Ernährungsweise und ihren allgemeinen Lebensstil überdenken, um den Alltag mit der Krankheit zu erleichtern.

Fotourheber: Piotr Marcinski – Fotolia

Helena