Home » Finanzen » Familien in der Krise: Schulden

Familien in der Krise: Schulden

Junges Paar schaut besorgt auf den LaptopDass Familien Schulden haben, ist zunächst nicht dramatisch. Die Anschaffung langlebiger Gebrauchsgüter auf Kredit ist sinnvoll, wenn der Haushalt diese dringend benötigt oder dank ihrer Verwendung Kosten einspart. Reine Konsumkredite sehen Verbraucherberater kritisch, ihre maßvolle Aufnahme bewirkt in der Regel aber noch keine ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten. Diese treten ein, wenn außergewöhnliche Ereignisse die bestehende Finanzplanung zur Makulatur werden lassen.

Wodurch Familien in die Schuldenfalle geraten

Eine Überschuldung liegt vor, wenn das Einkommen der Familie nicht ausreicht, um die fälligen Kreditraten zu bedienen und den Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine derartige Situation kann durch überzogenen Konsum entstehen. In den meisten Fällen haben überschuldete Familien ihre Kreditraten jedoch überschaubar gehalten und konnten diese ohne Schwierigkeiten aufbringen, bis ein unerwartetes Ereignis ihr Einkommen drastisch verringerte. Überschuldete Familien sind in den meisten Fällen von einer längeren Krankheit oder von Arbeitslosigkeit betroffen. Daneben führen Scheidungen und Trennungen aufgrund der damit verbundenen Ausgaben für die Neugründung eines Haushaltes dazu, dass Verbraucher ihre Verbindlichkeiten nicht mehr ordnungsgemäß bedienen können. Diese Gefahr verschärft sich, wenn die Beziehung schon nach kurzer Zeit scheitert und noch nicht alle für das Zusammenziehen aufgenommene Darlehen getilgt sind.

Schuldnerberatungsstellen bieten Unterstützung

Eine Schuldnerberatung bietet überschuldeten Familien Unterstützung bei der Neuregelung ihrer finanziellen Angelegenheiten an. Näheres zum Ablauf der Beratung findet sich auf www.schuldendirekthilfe.de. Zunächst geht es darum, einen Überblick über die finanziellen Belastungen und über die Einnahmen zu erhalten. Eine wertvolle Hilfe des Beraters stellt die Unterstützung bei Gesprächen mit den Gläubigern dar, zumal diese auf direkt vom Schuldner vorgebrachte Wünsche nach einem Teilverzicht selten eingehen. Falls eine Lösung auf dem Verhandlungsweg nicht möglich ist, unterstützt die Schuldnerberatung die Familie bei der Durchführung des Privatinsolvenz-Verfahrens. Die Verbraucherinsolvenz bietet die Möglichkeit, nach einer Wohlverhaltensphase von maximal sechs Jahren die Restschuldbefreiung zu erlangen. Der Zeitraum verkürzt sich auf Antrag auf drei Jahre, wenn die Familie mindestens 35 Prozent der Schulden und die Verfahrenskosten zahlen konnte.

Sich rechtzeitig um die Schulden kümmern

Die Privatinsolvenz führt zwar zur Schuldenfreiheit, sie verringert aber zugleich die Kreditwürdigkeit der Familie für einen langen Zeitraum. In vielen Fällen lässt sich eine Verbraucherinsolvenz vermeiden, wenn überschuldete Verbraucher frühzeitig die Hilfe einer Schuldnerberatung in Anspruch nehmen, so dass dank rechtzeitig getroffener Zahlungsvereinbarungen keine hohen Mahnkosten und Verzugszinsen zu begleichen sind.

Foto ist von: ThinkStock, iStock, monkeybusinessimages

Helena