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Gefährliches Kuscheln: Stiftung Warentest warnt vor mangelhaften Stofftieren

Sie werden gedrückt, geküsst, geknuddelt – Kuscheltiere sind die liebsten Freunde der Kleinen. Aber bedenkenlos sollte man die plüschigen Spielzeuge nicht den Kindern überlassen: Stiftung Warentest hat die kuscheligen Stofffreunde jetzt auf Herz und Nieren überprüft. Das erschreckende Ergebnis: Gerade einmal acht von 30 getesteten Kuscheltieren stuft die Verbraucherorganisation als empfehlenswert ein.

Nur wenige Plüschtiere sind wirklich für Kinder geeignet. Das hat die Stiftung Warentest in einer ihrer aktuellen Untersuchungen herausgefunden. Gerade zur Weihnachtszeit kein erfreuliches Ergebnis, kommen die weichen Stofftiere doch gern als Geschenk unter den Weihnachtsbaum.

Test auf Schadstoffe und Belastbarkeit

Die Wahl des neuen treuen Kuschelgefährten sollte deshalb wohl überlegt sein: Zwei Drittel der getesteten Stofftiere enthalten gefährliche Schadstoffe wie krebserregende PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und bekommen im Test die Note „mangelhaft“. Einfach auswaschen kann man diese Giftstoffe aus Weichmachern oder Farbstoffen nicht.

Beim Test wurde auch die Belastbarkeit der Kuscheltiere überprüft. Verkraftet es das Stofftier, wenn man an Armen und Beinen zerrt, wie es beim Spielen und Toben durchaus vorkommt? Bei den Verlierern im Test rissen die Nähte schnell so weit auf, dass Kinder die Füllung herauspulen und in den Mund stecken können – hier besteht Erstickungsgefahr! Rein rechtlich hätten solche Produkte gar nicht erst verkauft werden dürfen.

Teure Markenprodukte unter den Verlierern

Wer denkt, dass teure Markenprodukte für Kinder grundsätzlich besser sind, der irrt. Zwar ist der Testsieger, das Schlenkertier Hase von Senger Tiergruppen, mit 58 Euro nicht ganz billig – die nachfolgenden Plätze sind aber vorwiegend von günstigen Produkten belegt. Die Schlusslichter sind zur großen Überraschung Stoffspielzeuge von Käthe Kruse und Steiff.

Ein Auszug der getesteten Produkte:

  • Testsieger: Schlenkertier Hase, beige von Senger Tiergruppen, ohne Schadstoffbelastung (Note 1,0), 58 Euro
  • Note „gut“ (1,6): Smiki Hund von Spiele Max, 15 Euro
  • Note „gut“ (1,7): Affenbaby, Galeria Kaufhof/Bob der Bär, 7 Euro
  • Verlierer: Drache Kuno von Käthe Kruse, Note „mangelhaft“ (5,5), weil Nähte aufreißen und Schadstoffe gefunden wurden, 27 Euro
  • Verlierer: Hoppi Schlenkerhase von Steiff, Note „mangelhaft“ (5,5), weil Nähte aufreißen, 50 Euro

Tipps für den Kuscheltierkauf

Beim Einkauf sollten Eltern deshalb die Kuscheltiere selbst in die Hand nehmen und testen: Lösen sich Kleinteile wie Knopfaugen oder Etiketten, die das Kind abreißen und in den Mund stecken könnte? Sind die Nähte fest vernäht, sodass keine Füllwatte herausgeholt werden kann? Riecht das Spielzeug eventuell unangenehm? Falls der erste Eindruck nicht gut, sollte das Stofftier lieber links liegen gelassen werden. Für Babys und Kleinkinder eignen sich Stofftiere mit kurzen Plüsch zudem besser als solche mit Langflor. Wenn das Spielzeug über ein CE-Zeichen verfügt, versichert der Hersteller, dass er die nötigen Anforderungen einhält. Ein zusätzliches GS-Siegel verspricht zudem eine unabhängige Überwachung der Qualität.


Foto: Thinkstock, 83663461, iStock, Ryan McVay

Helena
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