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Grippale Infekte ade: So können Familien ihr Immunsystem stärken

Husten, Schnupfen, Fieber – gerade innerhalb von Familien gehen diese lästigen Erkältungsbeschwerden oft reihum. Wenn sich einer einen grippalen Infekt eingefangen hat, sind bald auch andere Familienmitglieder betroffen. Vor allem in der kalten Jahreszeit sind Kinder und Erwachsene besonders anfällig für Krankheitserreger. Damit die Viren keine Chance haben, stärken Familien ihre Abwehrkräfte mit Bewegung, Ernährung und Ruhe.

Gemeinsam aktiv sein

Bewegung aktiviert das Immunsystem. Wenn Eltern und Kinder also gemeinsam Sport treiben, macht das nicht nur Spaß – es fördert auch die Gesundheit. Vor allem Ausdauersport wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren unterstützt die Abwehrkräfte. Wer an der frischen Luft unterwegs ist, kurbelt zudem die wichtige Produktion von Vitamin D an. Sportlich aktiv sollte man aber nur sein, wenn man völlig gesund ist. Wer bereits angeschlagen trainiert, schadet seinem Körper womöglich. Aber: Wenn man regelmäßig Sport treibt, leidet man bei einer Erkältung oder Grippe weniger.

Ausgewogen ernähren

Mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung stärkt man das Immunsystem besonders gut. Dabei sollten vor allem regionale und saisonale Produkte auf den Tisch kommen. Frisches Obst und Gemüse versorgen den Körper mit den nötigen Vitaminen, die die Abwehrkräfte unterstützen. Mit leicht bekömmlicher Nahrung kann man das Immunsystem zusätzlich stärken, weil sich 70 Prozent der Immunzellen im Darm sammeln. Wie wäre es deshalb statt Brot zum Frühstück mal mit einem warmen Brei? Der ist leicht verdaulich und beinhaltet wichtige Nährstoffe für einen gesunden Start in den Tag. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Familien auch auf Nahrungsergänzungsmittel, die das Immunsystem stärken zurückgreifen.

Ausruhen und Stress vermeiden

Nicht nur Bewegung und Ernährung fördern die Gesundheit: Wer ausreichend schläft und seinen Alltag entspannt und zufrieden bestreitet, stärkt die Abwehrzellen ebenfalls. Denn Unausgeglichenheit und Stress sind Gift für das Immunsystem. Deshalb sollten Erwachsene nachts mindestens sieben Stunden, und Kinder bei Bedarf noch länger schlafen. Während des Schlafens wird nämlich das Stresshormon Cortisol abgebaut, das die Immunabwehr bremst. Gemeinsame entspannende Aktivitäten wie Filme schauen oder Bücher lesen tragen zur Gesundheit der ganzen Familie bei.

Wie kann ich mein Immunsystem noch stärken?

Es gibt noch mehr Tipps für starke Abwehrkräfte. Bei regelmäßigen Saunagängen lernt der Körper beispielsweise Wärmeregulation: Bei Hitze weiten sich die Gefäße, bei Kälte ziehen sie sich wieder zusammen. Dadurch stellt der Körper sich besser auf ungewohnte Temperaturen wie den plötzlichen Temperaturabfall im Winter ein. Auch Kinder können schon in die Sauna gehen.

Damit sich das Immunsystem stärken kann, benötigt es immer wieder neue Erreger, die es bekämpfen muss. Je mehr Angreifer es kennenlernt, desto resistenter wird es. Kinder sollten deshalb des Öfteren im Dreck spielen dürfen und Eltern sollten sich so oft es geht küssen – die Keime des Partners stellen ein gutes Training für die Abwehrkräfte dar. Sex hat einen ähnlichen Effekt: Der erhöht die Zahl der Abwehrzellen im Körper.

Weil der Körper aber nicht alle Viren kennt, sollte man auf das regelmäßige Händewaschen gerade während der Grippezeit nicht verzichten. Untersuchungen haben gezeigt: Wenn man sich fünfmal am Tag gründlich die Hände wäscht, ist man nur halb so oft erkältet wie Hygienemuffel. Eltern bringen ihren Kindern bei, dass man beim Waschen Seife benutzt und diese auch zwischen den Fingern verteilt, gründlich abspült und die Haut anschließend abtrocknet.

Tipp: Weil sich an den Händen viele Krankheitserreger sammeln, fasst man sich damit möglichst wenig ins Gesicht. Die Viren finden auf den Schleimhäuten in Mund und Nase ihren Nährboden. Auch Kinder sollten darauf regelmäßig aufmerksam gemacht werden.

Bildherkunft: Thinkstock, 179637029, iStock, boumenjapet


Helena