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Hebamme

Hebamme und werdende Mutter, Foto:© Leah-Anne Thompson - Fotolia.com

Hebamme und werdende Mutter, Foto:© Leah-Anne Thompson - Fotolia.com

Hebamme ist die Berufsbezeichnung für Frauen, welche Schwangere und junge Mütter vor und während und auch nach dem Geburtsgeschehen betreuen.

Hebamme – ein uralter Beruf

Der Beruf der Hebamme ist schon sehr alt. Schon um das Jahr 117 herum erschien das erste Hebammenlehrbuch, geschrieben von einem gewissen Soranos. Ein Jahrhundert später brachte der griechischen Arzt Moschion eine Neufassung dieses Buches heraus. Obwohl eine Hebamme große Dienste tat, sahen sich die Angehörigen dieser Berufsgruppe im 14. Jahrhundert zunehmend der Hexenverfolgung ausgesetzt. Von der Kirche wurden Hebammen ab 1310 zur Taufe verpflichtet. Eine erste Hebammenverordnung gab es ab 1452, erstmals in Regensburg. In der Ulmer Hebammenverordnung von 1491 wurde erstmals erlassen, dass die Hebamme eine Ausbildung abzulegen hatte und durch einen Arzt geprüft wurde. Eine Hebamme ist heute im Deutschen Hebammenverband organisiert. In diesem Rahmen hat jede Hebamme die Möglichkeit in einer Arbeitsgruppe tätig zu sein. Sie ist entweder freischaffend oder in einem Krankenhaus oder eine Privatklinik angestellt. Aber auch als Freischaffende kann eine Hebamme Dienst im Krankenhaus tun. Der erste Hebammentag fand am 22. September 1890 statt. Daran beteiligten sich über 900 Frauen. Heute gibt es in Deutschland rund 18.000 Hebammen und Entbindungspfleger (den männlichen Trakt dieses Berufes). Eine Hebamme wird auch immer hinzugezogen, wenn es darum geht wenn die werdenden Eltern eine Hausgeburt wünschen.

Hebamme – Betreuung vor, während und nach der Geburt

Außer der Hilfe bei der Geburt selbst gehört zu den Aufgaben von einer Hebamme auch die Vorsorge und die Nachsorge, sowie das Erteilen von wichtigen Tipps hinsichtlich der Geburt selbst im Rahmen von so genannten Geburtsvorbereitungskursen, die entweder in den Räumlichkeiten in einem Krankenhaus stattfinden oder in der Hebammenpraxis.

Ausbildung Hebamme

Die Ausbildung zur Hebamme dauert drei Jahre und ist an eine der derzeit 58 Hebammenschulen in Deutschland gekoppelt, die wiederum einer Klinik mit Geburtsstation angeschlossen sind. Die dreijährige Ausbildung umfasst einen 1.600stündigem Theorieteil und einem 3.000stündigen Praxisteil. Der Theorieteil besteht aus den Bereichen Geburtshilfe, Anatomie, Physiologie und Pädiatrie. Die Schwangerschaftserinnerungen festhalten mit einem Babybauch Fotoshooting.

Helena