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Hochzeitskranz

Bei einer Hochzeit ist vor allen Dingen auch das Ambiente wichtig. Und das Ambiente wird gestützt durch die vielen liebevollen Accessoirs, die den Zauber erstrahlen lassen. Einer dieser zauberhaften Utensilien ist der Hochzeitskranz.

Hochzeitskranz? Hm? Was? Der Hochzeitskranz gehört zu den alten Bräuchen und Traditionen in der hochzeitlichen Geschichte. Den Kranz kann man auf dem Kopf der Braut oder an die Haustür des Paares montiert bestaunen. Beide Varienten gibt es und sind je nach Geschmack anzutreffen. Der Kopfschmuck allerdings weniger, den haben die Bräute vor dreißig Jahren auf dem Kopf getragen und somit ihre Hochzeitsfrisuren noch mehr zur Geltung zu bringen. Heute denken die Damen da eher an Vogelnester, die sie spazieren führen, während glatt gefönte Hochsteckglanzfrisuren Hochsaison haben.

Deshalb greifen die meisten Paare zu dem Hochzeitskranz an der Tür zurück. Der Kranz kommt auch in den nächsten Jahren  bei den Ehejubiläen zur Geltung: Der 10., der 20. oder gar der 50. Hochzeitstag will ja gebührend geehrt werden 😉 . Doch wie kommt man nun zu so einem Schmuckstück?
Die einfachste Variante: Kann man kaufen. Klar. Wie alles heutzutage. Da gibt es dann auch irrsinnige Verzierungen, Gestecke, Glitzersteinchen und Ringplättchen, die dem Ganzen die Krone aufsetzen. Äußerst stilvoll. Oder geschmack-, beinahe schon pietätlos. Sogar bei ebay gibt´s gebrauchte Kränzlein, die verscherbelt werden. Trauriges Leben, für so einen Kranz.

Selber basteln, lautet die Devise! Viele Paare basteln ihren Kranz selbst. Da ich eine absolute Bastelhasserin bin, würde ich es mir einfach machen und einen fertigen, pragmatischen Kranz kaufen und ihn selber verzieren und beschmücken. Das ist die einfache Variante 😉 .

Aber die Tradition will es eigentlich noch ganz anders: Der Hochzeitskranz wird von den Brautnachbarinnen geflochten und geschmückt und anschließend des Nachts heimlich an die Haustür montiert.
So will es der Brauch, der leider zu großen Teilen Deutschlands vergessen worden ist, weshalb die meisten Paare eben doch zu selbst gekauftem zurück greifen.
Auf den Dörfern ist es aber nach wie vor üblich, so vorzugehen. Und ich finde das schön. Vielleicht sollten wir einfach mal wieder beginnen, diese althergebrachten Dinge zu zelebrieren?
Die nächste Nachbarin heiratet bestimmt. Und wenn ihr selbst einmal einen heimlichen Kranz vorfinden möchtet, so solltet ihr vielleicht selbst damit beginnen, für andere zu flechten.

Und außerdem: Wann hat man denn sonst mal die Gelegenheit, sich zu einem Kaffeetrinkkränzchen zu treffen, mit allen Mädels aus der Straße und so richtig schön über die Männchen zu plappern? Genauhau. Und die Herren der Schöpfung denken, wir seien kreativ 😉

Helena
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