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Ist eine Vorschule sinnvoll? – Sinn und Zweck der Vorschulerziehung

Viele besorgte Eltern fragen sich heutzutage ob eine Vorschule für die Entwicklung des eigenen Kindes noch sinnvoll ist oder nicht. Je nach Bundesland oder sogar je nach Grundschule sind Inhalte des Lehrplans von Grundschulklassen und ersten Klassen nicht klar in der Praxis geregelt. Auch auf die Einschätzungen und Empfehlungen von Kindergärtnern und Lehrern kann man sich kaum verlassen. Die Entscheidung ob Vorschulklasse oder nicht, hängt oftmals wie ein Damokles-Schwert über den Köpfen der Eltern.
Ist eine Vorschule sinnvoll? - Sinn und Zweck der Vorschulerziehung

Was lernen Kinder in der Vorschulklasse?

Die Vorschule versteht sich als eine Art Übergangsklasse zwischen Kindergarten und erster Klasse. Jungen und Mädchen sollen hier auf spielerische Art an das Lernkonzept des Schulsystems herangeführt werden. Der Inhalt der Vorschulklasse bezieht sich normalerweise auf das Erlernen des Alphabets und des Zahlensystems. Auch die Unterscheidung von Groß- und Kleinbuchstaben und erste Schreibversuche werden hier innerhalb von spielerischen Aufgaben gestartet. Es findet in den Vorschulklassen noch ein vernünftiger Ausgleich zwischen Lernphasen und Spielen statt. Kinder sollen langsam daran gewöhnt werden sich stundenweise fest auf ein Thema zu konzentrieren und dabei auf ihren Sitzplätzen zu bleiben.

Machen Vorschulen heute noch Sinn?

Viele Eltern legen heute großen Wert auf die frühkindlichen Förderungen, zum Beispiel mit Kindersoftware für den PC. Das Alphabet, erste Zahlenreihen, ja sogar Englisch-Kenntnisse werden bereits in einigen Kindergärten vermittelt. Eltern wünschen sich für ihr Kind einen hohen Bildungsstandard als Wettbewerbsvorteil im späteren Berufsleben. Möglichst früh das Abitur zu schaffen und somit auch früher ein Studium beenden wird wichtiger. Ein immer größerer Prozentteil aller Kinder können daher bei Eintritt in die Grundschule bereits Lesen und Schreiben. Sollte das eigene Kind daher ohne Vorkenntnisse mit solchen Kindern in einer ersten Klasse sein, wird es sich schnell überfordert fühlen. Die Folgen sind Versagungsängste und Stresszustände.
Um dies zu vermeiden lohnt es sich frühzeitig den Kontakt zu anderen Eltern zu suchen und sich mit diesen über die Förderung ihrer Kinder zu unterhalten.

Eltern als Lehrer

Die Vorstellung als Mutter oder Vater auch der erste Lehrer zu sein ist oft erschreckend. Aber erste spielerische Aufgaben und Lernhilfen für die Vorschule können auch zu Hause mit den Kindern durchgearbeitet werden. Man sollte dabei das Kind jedoch nie unter Druck setzen und nur soweit Lesen und Schreiben vermitteln, wie es das Kind zu diesem Zeitpunkt auch tatsächlich interessiert.

Bildquelle: sterneleben – Fotolia

Helena