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IT-Sicherheit: So ticken deutsche Firmen

IT-Sicherheit ist für deutsche Unternehmen längst kein Fremdwort mehr. Professionelle Hacker führen Firmen immer häufiger Schwachpunkte vor Augen. Doch das IT-Sicherheitsmanagement der Unternehmen in Deutschland unterscheidet sich je nach Branche. Banken und Versicherer achten beispielsweise stark auf die Mitarbeiterschulung. Öffentliche Verwaltungen und Energieversorger sind besonders vorsichtig beim Einführen neuer Technologien, dafür fehlt in diesen Branchen häufig ein ausgefeiltes Sicherheitsmanagement für Smartphones und Laptops. Die Automobilbranche ist führend beim Überprüfen von Zulieferern und Dienstleistern. Das sind Ergebnisse der aktuellen Studie "Potenzialanalyse Digital Security" von Sopra Steria Consulting. Und: 61 Prozent der Unternehmen besitzen branchenübergreifend eine IT-Sicherheitsstrategie, 32 Prozent arbeiten daran.

Und noch etwas: Finanzdienstleister und öffentliche Verwaltungen sind mehr als andere Branchen auf das Rekrutieren von IT-Sicherheitsspezialisten angewiesen. Jede dritte Bank oder Versicherung (36 Prozent) sowie Behörde oder Ministerium (34 Prozent) sucht auf dem Arbeitsmarkt nach Experten für Cybersecurity. In anderen Branchen setzen die Unternehmen deutlich häufiger auf interne Weiterbildung. Etwa 75 Prozent der verarbeitenden Industrie, Autohersteller und der Energieversorger qualifizieren ihre IT-Fach- und Führungskräfte für spezielle IT-Sicherheitsaufgaben, um künftig schneller auf Angriffe durch Erpressungstrojaner wie WannaCry und Petya zu reagieren.

IT-Sicherheit gilt häufig als Bremser der Digitalisierung. Welche Prioritäten Unternehmen setzen, ist ebenfalls von Branche zu Branche unterschiedlich. Bei der Einführung neuer Technologien kennen Automobilhersteller keine Grauzone. 95 Prozent der IT-Entscheider melden zurück, in ihre Unternehmen wird keine neue digitale Technologie verbaut, ohne vorherige, genaue Kenntnis der IT-Risiken. Im Branchendurchschnitt berichtet jeder dritte Entscheider, dass mitunter Technologien auch dann genutzt werden, auch wenn IT-Risiken nicht zu 100 Prozent bekannt sind. Zudem ist der Automobilsektor besonders wachsam bei der Zusammenarbeit mit externen Zulieferern und Dienstleistern. 80 Prozent fordern von ihren Partnern ein Sicherheitszertifikat und vereinbaren Mindeststandards.

Fotocredits: blickpixel / Pixabay.com / CC0

(dpa)
Helena
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