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Kaviar Gauche: Moderne Brautmode auf der Berlin Fashion Week

„Gauche Kaviar“ wurde der französische Jetset genannt, der einst mit der 68er-Revolution sympathisierte. Zwar sind die Designerinnen hinter dem Berliner Modelabel Kaviar Gauche keine Revolutionäre, doch ihre glamouröse sowie moderne Kleidung und Brautmode ist durchaus richtungsweisend und progressiv.

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Hinter Kaviar Gauche verbergen sich die Designerinnen Alexandra Fischer-Roehler und Johanna Kühl, die nun schon seit einigen Jahren die erste Adresse darstellen, wenn es darum geht, elegante Brautkleider mit einer gewissen rockigen Attitüde zu finden, in denen sich Frauen nicht vorkommen wie in einem Rüschenhaufen oder Kaiserin-Sissi-Gedächtnis-Kostüm. Auch bei der Herbst/Winter-Kollektion 2012, welche kürzlich im Zuge der Berlin Fashion Week präsentiert wurde, bleibt sich das Label treu und so standen die Kleider der Bridal-Wear-Linie ganz im Zeichen femininer Avantgarde. Unter dem Titel „Vicious Virgins“, also lasterhafte Jungfrauen, sah man eine spannungsvolle Mischung aus Transparenz und Verhüllung, Lack und Seide, sowie aus Schwarz und Weiß. So individuell und komplex wie Frauen, so vielseitig zeigt sich auch die Mode von Kaviar Gauche.

Kaviar Gauche: Brautmode 2012

Bei Kaviar Gauche setzt man kommende Saison auf die Betonung von Schultern und Dekolleté, sowie auf die kontrastierende Wirkung von Schwarz und Weiß oder verschiedenen Oberflächenstrukturen und Materialdichten. Filigrane und mosaikartige Applikationen spielen ebenso eine bedeutende Rolle im Styling wie goldener Schmuck mit Strass, der zwar auffällt, jedoch nicht überladen wirkt.

Rüschen und Plissées sind außerdem wichtige Bestandteile der neuen Kollektion, womit, neben Lack und Lingerie-Optik auch traditionelle Elemente im Design der Brautkleider berücksichtigt werden. Vermehrt sind auch hoch in der Taille sitzende und mit schwarzen Gürteln gehaltene Röcke in Kombination mit luftigen Blusen und bestickten Tops vorhanden.

Der Gegensatz von innovativen, provozierenden und zeitlos eleganten Modellen wurde auch durch die abwechslungsreiche Präsentation unterstrichen, bei der Models, in blutrotes Licht getaucht, mit goldenen Weihrauchfässern über den Laufsteg schritten und dabei teilweise nicht mehr trugen als gewagte Unterwäsche und einen durchsichtigen Schleier. Bei all der Show ging es jedoch nicht um bloße Effekthascherei, die von eventuellen Schwächen in der Kollektion ablenken sollte. Vielmehr handelte es sich um eine unterhaltsame Modenschau, bei der die Vorstellung der hochwertigen Outfits jedoch keineswegs zu kurz kam.

Helena
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