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Kindern Medikamente geben: Mit diesen Tricks klappt’s

Augentropfen, Hustensaft und Zäpfchen sollen kleinen Patienten bei Wehwehchen helfen. Doch der gute Wille der Eltern stößt beim Nachwuchs nicht immer auf Begeisterung: Bäääh, iihhh und neiiin sind typische Reaktionen. Da müssen Eltern trickreich sein! Mit diesen Tipps klappt’s leichter.

Kinder sind skeptische Patienten

Aber warum lehnen Kinder Medikamente ab? Das ist in etwa damit vergleichbar, dass Sie noch keine Online-Casino-Automatenspiele im Grand Mondial zocken, weil sie es eventuell noch nicht kennen. Auch der Nachwuchs ist skeptisch gegenüber Neuem, weil er die Medikamente nicht kennt, diese unappetitlich aussehen und selten gut schmecken. Zwar versuchen die Hersteller, Kindern die Säfte gegen Husten und Fieber schmackhaft zu machen, doch das zeigt nicht immer Wirkung.

Ein Zäpfchen in den After geschoben zu bekommen ist nicht gerade angenehm. Auch Tropfen von Mama ins Auge zu bekommen, ist kein schönes Gefühl. Häufig spürt der Nachwuchs auch, dass die Eltern angespannt sind. Diese Stimmung überträgt sich schnell auf die Kleinen – bleiben Sie gelassen.

Augentropfen

Kinder finden Tropfen in den Augen meistens doof. Doch bei einer Bindehautentzündung oder gereizten Augen können Augentropfen in Absprache mit einem Arzt die Symptome lindern. Verabreicht werden Augentropfen mithilfe einer Pipette. Unser Tipp: Lassen Sie das Kind die Augen schließen und tropfen Sie die Flüssigkeit in die Kuhle am Innenwinkel des Auges. „Anschließend das Köpfchen anheben und vorsichtig das Unterlid etwas Richtung Wange ziehen“, rät Apothekerin Lubitz. Öffnet der Nachwuchs die Äuglein, läuft das Medikament von allein in den Bindehautsack.

Säfte gegen Infekte

Antibiotische Mittel kommen bei bakteriellen Infekten zum Einsatz. Gegen Viren ist ein Antibiotikum machtlos. Leidet Ihr Sprössling unter einer schmerzhaften Halsentzündung (Angina), die meist Schluckbeschwerden hervorruft, wird der Kinderarzt wahrscheinlich einen Trockensaft verschreiben. Sie besorgen sich daraufhin ein Pulver aus der Apotheke, das Sie nur noch mit Wasser anrühren müssen. Diesen selbstgemachten Saft geben Sie Ihrem Kind einfach mit einem Löffel.

Verweigert das Kind die Medizin, hilft eventuell folgender Trick, damit der Knirps den Saft nicht so intensiv schmeckt: „Mit einer Einmalspritze aus der Apotheke lässt sich der Saft ganz gut an den Geschmacksknospen der Zunge vorbei in die Backentaschen spritzen“, rät Apothekerin Carola Lubitz im Portal „Baby und Familie“. Im Anschluss geben Sie einen leckeren Saft oder Tee zu trinken. Achtung: Antibiotika vertragen sich meist nicht mit Milchprodukten!

Zäpfchen

Haben kleine Kinder Fieber und Schmerzen, können Zäpfen mit den entsprechenden Wirkstoffen helfen – im Vorfeld immer mit dem Kinderarzt abklären! Packen Sie das Zäpfchen behutsam aus und positionieren Sie Ihr Kind auf der Seite. Wichtig ist, dass sich der Nachwuchs entspannt und den Po locker lässt. Eine Ablenkung hilft bei der Prozedur. Carola Lubitz hat folgenden Vorschlag: „Das Zäpfchen mit der stumpfen Seite voran in den After einführen.“ Im Anschluss die Pobacken leicht zusammendrücken.


Bild: Thinkstock, 466170497, iStock, SvitlanaMartyn

Helena
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