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Kündigung nach Elternzeit: Was tun, wenn beim Wiedereintritt gekündigt wird?

Leider ist es eher die Regel als die Ausnahme, dass Mitarbeiter nach der Rückkehr aus der Elternzeit eine Kündigung erhalten. Was kann man tun, um eine Kündigung zu verhindern und was, wenn die Kündigung bereits auf dem Tisch liegt.

Die Kündigung nach Elternzeit ist leider ein sehr häufiges Phänomen. Der Arbeitgeber will seinen Mitarbeiter nicht zurück. Oft sind es aber leicht zu vermeidende Missverständnisse, die Arbeitgeber zu einer Kündigung motivieren. Sie gehen davon aus, dass der Mitarbeiter gar nicht mehr motviert ist und keine Interesse mehr daran besteht den Arbeitsplatz zu erhalten.

 

Künidigung nach der Elternzeit: Wiedereintritt wird oft Vätern erschwert © Leonid Mamchenkov/Flickr

Kündigung nach der Elternzeit: Oft sind Väter betroffen

In diesen Fällen ist ein Arbeitsverhältnis tatsächlich oft noch zu retten, wenn Missverständnisse mit offener Kommunikation ausgeräumt werden können. Als Mitarbeiter sollte man daher vor Ende der Elternzeit Kontakt zum Arbeitgeber aufnehmen und klares Interesse an der Weiterbeschäftigung signalisieren.
Nichts geht allerdings mehr, wenn die Kommunikationskanäle erst einmal zu sind.

Arbeitnehmer in der Elternzeit sollten unbedingt den Kontakt zur Firma halten, damit eine Kündigung nach Elternzeit ausbleibt. Mit regelmäßigen Anrufen, E Mails oder gelegentlichen Besuchen am Arbeitsplatz signalisiert der Arbeitnehmer, dass er weiter Interesse an den Belangen des Unternehmens und vor allem auch an dem Bestand des Arbeitsplatzes hat.

Vorbereitung zum Wiedereintritt

Tägliche Anrufe oder eine Flut von E Mails sind ebensowenig indiziert, wie nur ein Anruf im Jahr. Das Maß muss also stimmen. Je nach Art der ausgeübten Tätigkeit sollten Anrufe und Nachfragen per Mail etwa alle ein bis zwei Monate erfolgen. Der Arbeitnehmer sollte dabei klar kommunizieren, dass er auf dem Laufenden bleiben will, damit die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach dem Ende der Elternzeit reibungslos verläuft.

Bleiben die Kommunikationskanäle offen, wird eine Kündigung unwahrscheinlicher, aber ein Garant für den Erhalt des Arbeitsplatzes ist das nicht. Liegt die Kündigung erstmal auf dem Tisch, ist das Arbeitsverhältnis im Regelfall nicht mehr zu retten. Meistens wird mit der Kündigung in solchen Fällen auch gleich ein Abwicklungsvertrag mit Abfindung angeboten. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Oft wird nur ein Bruchteil dessen angeboten, was angemessen wäre. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall mit dem Arbeitgeber zu verhandeln und zu versuchen die Abfindungssumme zu erhöhen.

Wenn man seinen Arbeitsplatz trotz der Kündigung behalten will, wird man die Kündigung gerichtlich angreifen müssen. Leider geht es aber auch im gerichtlichen Verfahren am Ende meistens nur noch ums Geld und nicht mehr um eine Weiterbeschäftigung.

Empfehlenswert ist daher auf jeden Fall die Kommunikation zum Arbeitgeber während der Elternzeit aufrecht zu erhalten.

Helena