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Vor- und Nachteile des Mehrgenerationenhaushalts

Mehrgenerationenhaushalte klingen wie eine neue Idee, tatsächlich waren sie vor zwei Generationen aber ganz normal. Bei allen Vorteilen – kann dieses Konzept heute noch funktionieren oder endet es zwangsläufig im Familienkrach? Kompromissbereitschaft und klare Grenzen sind hier der Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben, von dem alle profitieren können.

Oma, Opa, Papa, Mama – Alle unter einem Dach

Heutzutage sind Singlehaushalte ganz normal: 2015 gab es in Deutschland bereits 16,8 Millionen. Da mutet ein Haushalt, in dem drei oder mehr Generationen unter einem Dach leben, durchaus exotisch an. Doch für unsere Großeltern war das Zusammenleben mit ihren Eltern und Großeltern noch die Norm.

Dieses Modell bietet allen Beteiligten viele Vorteile. Berufstätige Eltern können auf (mindestens) zwei weitere Personen zählen, die sich um die Kinder kümmern. Die Großeltern wiederum haben eine Aufgabe und sind nah bei der Familie. Zudem haben sie verlässliche Hilfe in der Nähe für Aufgaben, die sie nicht mehr gut bewältigen können. Das klingt alles nicht schlecht, aber auch die Nachteile sollten natürlich im Vorfeld genau bedacht werden. Wer mit seiner Schwiegermutter sowieso dauernd im Clinch liegt, sollte sich zweimal überlegen, mit ihr zusammenzuziehen. Zudem kann mit fortschreitendem Alter der Eltern und/oder Großeltern ein beträchtlicher häuslicher Pflegeaufwand entstehen. Professionelle Pflegekräfte wie zum Beispiel von https://www.deutsche-seniorenbetreuung.de/ sind dann schnell unerlässlich. Insbesondere bei Berufstätigkeit der anderen Erwachsenen im Mehrgenerationenhaushalt.

Kleine Aufreger und große Störfaktoren

Wird der Wunsch nach einem Mehrgenerationenhaus konkret, gibt es einige grundsätzliche Punkte die früh geklärt werden müssen:

  • Mit welchen Wünschen gehen die Parteien an dieses Projekt? Am besten klärt man diese frühzeitig und ganz offen, um Enttäuschungen zu vermeiden.
  • Welche festen Rückzugsorte gibt es? Wie kann ausreichend Privatsphäre garantiert werden?
  • Soll es eine feste Aufgabenverteilung geben?
  • Wenn Baumaßnahmen nötig sind, wie werden die Kosten aufgeteilt?

Bauen, Wohnen, Kaufen – Wohin mit dem großen Haushalt?

Hat man Glück, und es ist bereits ein großes Haus in Familienbesitz, das „nur“ umgebaut werden muss, steht dem Zusammenleben schon fast nichts mehr im Wege. Die Suche nach einem geeigneten Haus allerdings ist schwieriger. Zweifamilienhäuser, die man mit wenig Aufwand verbinden kann eignen sich natürlich. In ländlichen Gegenden gibt es alte Bauernhäuser, die sich wieder in ein großes Familienhaus umbauen lassen können. Da die Gründung von Mehrgenerationenhaushalten zurzeit sehr beliebt ist, gibt es inzwischen sogar Projekte staatlicher Institutionen, um dies zu fördern.

Bildquelle: Thinkstock, 467920131, iStock, AndreyPopov

Helena