Home » Familienleben » Massage bei der Krankengymnastik – Wieso ist das jetzt entspannend?

Massage bei der Krankengymnastik – Wieso ist das jetzt entspannend?

Ich war neulich bei der Krankengymnastik. Zum ersten Mal. Die in Vorstellung und Auftreten sehr nette Frau D. hat mir eine Massage verpasst.

Ich dachte, ich weiß, wie sich das anfühlt. Ein angenehmes Gefühl, das sich im Körper ausbreitet und zu zunehmender Muskelentspannung führt. Irgendwann schläft man selig ein, träumt von

Pustekuchen. Frau D. hatte Hände aus Stahl. Mit denen hat sie es geschafft, Muskeln zu (re)aktivieren, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie existieren. Sie haben mir die eingeschlafenen Beziehung bis gestern nicht verziehen und ich frage mich seitdem, was die Leute sich von so einem Besuch versprechen?

Mir scheint, diese „medizinische“ Art der Massage dient einzig und allein dazu, dem Patienten die Mängel seines sportlichen Ertüchtigungsprogramms aufzuzeigen. Geheilt haben Frau D.s Hände nicht. Herausgerissen, verdreht, gestreckt haben sie, mir aufs Deutlichste gezeigt, wie schlecht ich mich in den letzten 10 Jahren gehalten habe. Wo genau der Punkt ist, der früher weniger weh tat, wenn man mit dem Fingerknöchel hineinbohrt.

Mit dem hochheiligen Versprechen an mich selbst, in das Gebäude nie wieder einen Fuß zu setzen, bin ich nach Hause gewankt. Nächste Woche habe ich den nächsten Termin. Schrecklich.

Helena