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Nahrungsmittelverschwendung im Haushalt reduzieren

Die weltweite Bevölkerungsentwicklung ist seit Jahren Grund zur Sorge. 1950 beherbergte unser Planet 2,5 Milliarden Menschen – heute sind es schon über sieben Milliarden. Bis 2011 soll die Zahl auf rund elf Milliarden steigen, prognostizieren die Vereinten Nationen [1].

Auch wenn die Bevölkerung in Deutschland und anderen Teilen Europas sinken wird, kämpft man weltweit mit einem großen Problem: Nahrungsmittelverschwendung. Dieses wird unsere Gesellschaft in Zukunft vor große Herausforderungen stellen, da immer mehr Menschen versorgt werden müssen. Bereits heute sollte man anfangen, kein Essen mehr zu verschwenden.

Tonnen landen in der Tonne

Ohne sie können wir nicht leben und doch landen 33 Prozent in der Tonne – die Rede ist natürlich von Lebensmitteln. Elf Millionen Tonnen finden jedes Jahr ihren Weg in die Mülltonne alleine in Deutschland. Der Schaden beläuft sich auf einen Wert von 25 Milliarden Euro. Alle sind an dieser Verschwendung beteiligt, angefangen beim Verbraucher über die Hersteller bis hin zur Landwirtschaft und dem Handel.

Wir haben uns in eine Wegwerfgesellschaft entwickelt, die mit Ressourcen verschwenderisch umgeht, während die Menschen in anderen Teilen der Welt hungern müssen. Dabei ist es sehr einfach, kein Essen mehr zu verschwenden.

Food Waste beginnt beim Einkauf

Diesen zehn Tipps zum Thema Food Waste vom Nestlé Marktplatz zufolge beginnt die Nahrungsmittelverschwendung bereits beim Einkauf. Viele Menschen schlendern am Wochenende in den Supermarkt und füllen ihren Einkaufswagen ohne Plan bis zum Rand. Zu Hause wird dann willkürlich gekocht. Dabei bemerkt man, dass einige Zutaten fehlen, die man nachträglich einkauft; derweilen vergammelt Gemüse im Kühlschrank. Vermeiden kann man diese verschwenderische Art des Lebens, indem für jede Woche einen Speiseplan erstellt und Zutaten passend einkauft.

Tipp: Sollte man doch Mal einen Fehler gemacht und zu viel Gemüse eingekauft haben, gibt es eine simple Lösung: Das Gemüse einfrieren.

Wer Mal zu viel gekocht hat, der muss das Essen keinesfalls wegwerfen. Lebensmittel oder gekochtes Essen können Sie einfach verschenken, sei es an die Nachbarn oder die Tafel (eine Tafel in der Nähe findet man über die Suchmaske auf der offiziellen Webseite in seiner Nähe).

Auch die weniger schönen Lebensmittel wollen verspeist werden

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein Indiz dafür, wie lange Lebensmittel noch mindestens haltbar sind, wie es der Name auch sagt. Leider gehen die meisten Verbraucher davon aus, dass sie ab dem Zeitpunkt ungenießbar sind, was in den meisten Fällen nicht zutrifft. Und so landen wiederum viele Lebensmittel in der Tonne, obwohl sie noch genießbar wären.

Dasselbe Schicksal trifft im Supermarkt das Brot vom Vortag oder die etwas krummen, leicht schrumpeligen Obst- und Gemüsesorten. So wirklich kaufen möchte sie niemand. Dabei standen sie vielleicht einen Tag zu viel im Regal, ohne wirklich verdorben zu sein. Lange Zeit ignoriert landen auch sie in der Mülltonne und tragen zum großen Verschwenden bei.

Kaufen Sie hin und wieder diese weniger schönen Lebensmittel und bewahren sie diese vor der Mülltonne – die Umwelt wird es Ihnen danken.

Saisonale Produkte kaufen

Lust auf Bananen und Ananas? Schön und gut, aber warum sollte man sich nur mit Importfrüchten ernähren, wenn man lokale Äpfel kaufen könnte? Der Import von Früchten und Gemüse ist ebenfalls ein großes Problem bei der Nahrungsmittelverschwendung. Aufgrund langer Transportwege und oftmals falscher Lagerungen verderben auch sie im Warenhaus. Bis sie Deutschland überhaupt erreichen, belasten sie die Umwelt – schließlich werden sie mit dem Flugzeug um den halben Erdball geflogen.

Kaufen Sie überwiegend lokale Produkte und gönnen Sie sich importiertes Obst und Gemüse nur gelegentlich. Bringen Sie auch dem Nachwuchs bei, lokales Produkte zu essen. Falls der Nachwuchs Gemüse und Obst gar nicht mag, sollten Eltern diese Tricks anwenden.

[1] Department of Economic and Social Affairs, Population Division (2015): World Population Prospects: The 2015 Revision

Abbildung 1: Fotolia, 96317693, highwaystarz

 

Helena