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Naturerfahrungen als beste Förderung für die kindliche Entwicklung

Eine kürzlich veröffentlichte Studie belegt, dass ein Großteil der in Deutschland lebender Kinder zwischen vier und zwölf Jahren noch nie allein auf einen Baum geklettert ist. Es stellt sich die Frage, was Eltern am Familienalltag verändern können, um dies zu verhindern und ihr Kind optimal zu fördern.

Prävention von AD(H)S & Sucht durch Naturerfahrungen

Im Kleinkind- und Vorschulalter kann der Nachwuchs immer seltener Erfahrungen in der Natur sammeln. Der Grund dafür ist, dass Eltern immer ängstlicher werden. Dadurch bekommen Kinder mit jeder Generation immer weniger Möglichkeiten, fördernde Naturerfahrungen zu machen. Im Gegensatz dazu steigen Diagnosen wie AD(H)S & Co. Dieser Zusammenhang zeigt, dass Kindern ein wichtiger Bestanteil ihrer ureigenen Entwicklungsbedürfnisse fehlt. Sie werden ständig zurecht gewiesen, dürfen nicht mehr selbst experimentieren und wachsen in einer Modellwelt der Erwachsenen auf. Zu guter Letzt werden sie auch noch zu sämtlichen, angeblich sehr fördernden Aktivitäten wie Instrumentalunterricht, Ballettstunde, Schach-AG und anderen Freizeitaktivitäten mit dem Auto gefahren.

Natur als perfektes all-inclusive Angebot

Aber was brauchen Kinder wirklich? Zum einen benötigen sie Freiraum, um ihre eigenen Grenzen selbst auszutesten. Tun sie das nicht im Kindesalter, folgt die gesamte Retourkutsche in Form von ungezügeltem Alkoholkonsum oder Konsumrausch im Jugendalter. Haben sie jedoch die Möglichkeit, den natürlichen Naturrhythmus mit seinen Pflanzen, Lebewesen und Phänomenen kennenzulernen, erfahren sie eigene Grenzen. Ein Computerspiel kann jedes Kind nach Belieben an- und ausschalten. Im Gegensatz dazu muss jeder Mensch in der Natur selbst aktiv werden: Wird es kalt oder beginnt es zu regnen, müssen wir uns passend anziehen. Niemand kann Naturgewalten einfach ausschalten. Weiter werden Kinder von der Natur geradezu exzellent, motorisch gefördert: durch den Wald geht es auf und ab. Gleichzeitig finden unsere Sprösslinge, genauso wie Erwachsene bei Erlebnissen und Ausflügen das benötigte Maß an Ausgleich und Entspannung. Von Kinderärzten empfohlen benötigt ein gesunder Organismus mindestens 120 Minuten Bewegung an der frischen Luft. Genau diese spornt Vitalität, Durchblutung und gesunder Entwicklung an. Heute werden Kinder aus Angst gegen alles geimpft. Aber gute Abwehrkräfte kann kein Impfstoff herstellen. Für die ist jeder Mensch selbst verantwortlich.

Abwechslungsreicher Familienalltag mit Naturerfahrungen

An dieser Stelle kommen die Eltern ins Spiel. Künftig sollten vielleicht nicht nur der Impftermin beim Kinderarzt und die Einkaufstouren am Wochenende im Terminkalender verankert werden. Vielleicht sollten Überlegungen zur Neugestaltung des Familenalltags mit Picknicks im Wald, Baden im Natursee oder Pfützenspringen im Garten angestellt werden.

Foto: Thinkstock, Fuse

Helena
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