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Kinderfahrradhelm: 5 Tipps für den Kauf

Die meisten Erwachsenen sind beim Fahrradfahren „oben ohne“ unterwegs – schließlich besteht in Deutschland keine Helmpflicht. Eltern sollten jedoch mit gutem Beispiel vorausfahren und freiwillig einen Helm tragen. Dann wird sich auch der Nachwuchs nicht weigern – und ist bei kleinen und größeren Unfällen gut geschützt. Wie der ideale Kinderfahrradhelm aussieht und wie er dem empfindlichen Kopf den nötigen Schutz gibt, zeigen wir hier.

Die richtige Größe ermitteln

Zu allererst spielt die Größe des Helms eine wichtige Rolle. Prinzipiell darf der Fahrradhelm weder zu groß noch zu klein sein. Eltern, die einen größeren Helm kaufen, in der Hoffnung, das Kind wächst noch hinein, könnten auch ganz darauf verzichten. Denn der richtige Sitz entscheidet auch darüber, ob sich die Kleinen damit auf dem Lauf- oder Fahrrad wohlfühlen und ihn gern aufsetzen.

Im Handel sind Helme mit verschiedenen Größen gekennzeichnet, die sich nach dem Alter des Kindes richten. Auf der sicheren Seite sind Eltern jedoch, wenn sie mit dem individuellen Kopfumfang rechnen. Wie man den Kopfumfang des Kindes korrekt misst, ist bei moms.de anschaulich beschrieben.

Passform überprüfen

Um die Passform zu testen, setzt das Kind den Helm zunächst auf, ohne die Gurte zu verstellen oder den Verschluss zu schließen. Der Helm wird dabei so weit wie möglich in die Stirn gezogen, er darf die Sicht nicht beeinträchtigen. Drückt der Helm, ist er zu klein. Ein Schütteltest entscheidet über den richtigen Sitz: Nach kräftigem Kopfschütteln darf der Helm etwas verrutschen, jedoch nicht vom Kopf fallen.

Wenn der Helm nach hinten abgeflacht ist, kommt das insbesondere Kleinkindern zugute: Fahren sie noch im Fahrradsitz bei Mama oder Papa mit, drückt die Rückenlehne den Helm nicht unangenehm nach vorn.

Ausstattung

Je leichter der Helm desto besser: Ein kleiner Kindernacken kann auf Dauer längst nicht so viel Gewicht halten wie der eines Erwachsenen. Das Gewicht hat im Übrigen keine Auswirkungen auf die Sicherheit – selbst ultraleichte Materialien bieten heutzutage die nötige Stabilität.

Daneben wird der Kinnriemen einer genauen Prüfung unterzogen: Rastet der Verschluss zuverlässig ein? Kann das Kind den Helm notfalls auch alleine schließen, ohne sich die Fingerchen zu klemmen? Drückt und reibt nichts? Um die Ohren sollten die Riemen bestenfalls ein Dreieck bilden.

Die Jahreszeiten beachten

Lässt sich die Passform durch ein Feststellrad am Hinterrad regulieren, hat im Winter auch noch eine Mütze unter den Helm Platz. Für die Fahrradtour im Sommer achten Eltern auf genügend Lüftungsschlitze mit Netzstoff. So entsteht kein Hitzestau und lästige Insekten können nicht auf die Kopfhaut krabbeln.

Letztendlich entscheiden Qualität und Optik

Bevor der Helm schließlich gekauft wird, werfen Eltern noch einen Blick in den Helm und das Kind darauf. Das Herstellungsdatum sollte nicht länger als ein Jahr zurückliegen – je älter das Material, desto geringer die Schutzwirkung. Ein GS-Siegel für regelmäßig „geprüfte Sicherheit“ steht ebenfalls für zuverlässigen Schutz. Gefällt dem eigentlichen Träger schließlich auch das Aussehen des Helms, darf der Helm ohne Bedenken bei den nächsten Fahrradausflügen aufgesetzt werden.

Bild: Thinkstock / 154331933 / Purestock / Purestock

Helena