Home » Familienleben » Prüfungsangst: Wie nehme ich meinem Kind die Angst vor Klausuren?

Prüfungsangst: Wie nehme ich meinem Kind die Angst vor Klausuren?

Prüfungsangst ist ein Phänomen, das nicht erst bei der Führerscheinprüfung oder dem Studium auftreten kann. Viele Kinder haben ihre schlechten Noten schon in der Schulzeit einer übersteigerten Angst vor Klausuren zu verdanken. Wie Sie ihrem Kind helfen, erfahren Sie hier.

„Wer gut vorbereitet ist, der muss auch keine Angst vor schlechten Noten haben.“, so oder so ähnlich predigen es viele Lehrer ihren Schülern vor anstehenden Klausuren. Dass es aber nicht immer unbedingt die mangelnde Vorbereitung oder die Faulheit der Schüler sind, die ihnen schlechte Noten einbringen, wird dabei meist außen vor gelassen. Sie sehen wie ihr Kind sich für die Schule auf den Hosenboden setzt und lernt und trotzdem bringt es häufig schlechte Noten mit nach Hause? Dann sollten Sie dringend Ursachenforschung betreiben. Vielleicht leidet ihr Kind unter Prüfungsangst!?

Prüfungsangst im Schulalter

Prüfungsangst im Schulalter kommt durchaus nicht gerade selten vor. Gerade wenn der Druck seitens der Lehrer, Familie oder auch Mitschüler zu groß ist, kann es zu Konzentrationsschwäche und Aussetzern während dem Schreiben von Klausuren kommen. Natürlich soll dies nicht als Ausrede für die Faulheit manch eines Schulkindes dienen. Doch wenn Ihr Kind nachweislich für die Schule lernt, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen.

Elternsprechtag nutzen

Wenn Sie sich nicht erklären können, warum Ihr Kind stets schlechte Klausuren schreibt, dann nutzen Sie den Elternsprechtag, um mit dem Klassenlehrer über das Verhalten des Schülers im Unterricht zu sprechen. Ist er oder sie oft unaufmerksam, abgelenkt oder beteiligt sich wenig am Unterricht? Dann kann die Wurzel des Übels durchaus schon hier begraben liegen. Denn wer schon während der Stunde nicht aufpasst, hat es meist auch zu Hause schwer den Stoff nachzuholen.

Nicht zu vie Druck!

Stellt sich bei einem Elternsprechtag oder im persönlichen Gespräch mit Ihrem Kind tatsächlich heraus, dass es regelmäßig mit Schweißperlen auf der Stirn den Klassenraum betritt, wenn Klausuren anstehen, dann sollten Sie nach den Ursachen fragen.

Üben Sie selbst oder andere Familienangehörige zu viel Druck auf das Kind aus? Erwarten Sie Leistungen, die Ihr Kind gar nicht erfüllen kann? Druck ausüben ist grundsätzlich der falsche Weg, wenn es um schlechte Schulnoten geht. Schließlich soll Ihr Kind nicht für Sie lernen, sondern für sich selbst! Führen Sie ruhige Gespräche mit Ihrem Kind, um der Wurzel des Übels den Garaus zu machen.

Überprüfen der Lerntechniken Ihres Kindes

Anstatt Ihr Kind für schlechte Noten zu bestrafen, überprüfen Sie lieber seine Lerntechniken. Üben Sie gemeinsam mit Ihrem Kind für Klausuren und versuchen festzustellen, woran es hapert. Ist das Kind überfordert? Fehlt ihm das nötige Verständnis? Lernt es zu wenig oder einfach nur falsch?

Wenn Sie sich selbst nicht in der Lage fühlen Ihr Kind beim richtigen Lernen zu unterstützen, dann holen Sie sich professionelle Hilfe ins Haus. Engagieren Sie einen Nachhilfelehrer, wenn Ihr Kind Probleme in bestimmten Fächern hat. Hat dieser dem Schüler erst einmal den richtigen Weg gezeigt, wird er ihn von ganz allein weitergehen können.

Selbstbewusstsein trainieren und Loben

Zeigen die neuen Lerntechniken erste Erfolge? Dann vergessen Sie nicht Ihr Kind ausgiebig zu loben. Fördern Sie sein Selbstbewusstsein indem Sie hinter ihm stehen und es stärken. Wer sich seinem eigenen Können bewusst ist, muss keine Angst vor Prüfungen haben und wird vielleicht schon bald die Nervosität in Klausuren ablegen.

Helena