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Raffiniert gekocht ist halb gegessen

Stundenlanges Kochen mit gesunden Zutaten in guter Qualität macht wenig Eindruck auf kleine Esser. Um Gemüse und guten Appetit zu verbinden, ist vom Koch Raffinesse gefragt. Wie das geht, haben wir im Folgenden recherchiert.

1. Tipp: Alle zusammen

Seien Sie Vorbild! Schließlich bringen Gemüse und eine ausgewogene Ernährung auch Erwachsenen viel Kraft für den Alltag mit Kindern – und ohne. Das gemeinsame Essen ist ideal.

2. Tipp: Verstecktes Gemüse

Lassen Sie die lieben Kleinen das Gemüse nicht auf Anhieb erkennen. Sind Möhre, Tomate oder Paprika sehr klein geschnitten, fallen sie in der Nudelsoße gar nicht mehr auf. Wenn es Fleischsoße ist, überwiegt der Fleischgeschmack.

Derart verarbeitet werden kann aber nicht jedes Gemüse. Aber gerade jetzt im Herbst ist die Verbindung von Grusel und Essen eine weitere Idee. Der ausgehöhlte Hokkaido-Kürbis eignet sich als Grusel-Grimasse vor dem Fenster und vorab für die Zubereitung einer goldgelben Kürbissuppe in einer unüblichen Gemüseform. Wenn der Kürbis sogar selbst ausgesucht ist, kann zusätzlich stolz davon berichtet werden. Da ist es nur noch zweitrangig, dass es sich um ein Gemüse handelt.

3. Tipp: Selbstgemacht

Übertragen Sie Kindern Verantwortung. Selbst geschnippelt und gekocht, lernen Ihre Kinder, dass gesunde Nahrung und ihre Zubereitung Spaß machen. So schmeckt es auch besser. Sie wirken beim Ritual der frischen Essenszubereitung mit und wachsen schon damit ein Stück.

Dabei gibt es keine Grenzen: Der eigene Kartoffelsalat ist beim Abendbrot ein Highlight wie die Süßkartoffel als Chips im Backofen geröstet zum Mittagessen. Sehr klein gebrochener Brokkoli im Nudelauflauf macht das Auge wach und die knackige Frische ist eine schöne Abwechslung in der weichen Mahlzeit. Darauf kann auch einfach hingewiesen werden, um den Einstieg zu erleichtern.

Die Gurke als Stift passt hervorragend als nachmittägliche Zwischenmahlzeit beim Spielen, wenn sie in einen frischen, kindergerechten Dipp getunkt schnell im Mund verschwindet. Auch ein selbstgebackenes Vollkorngetreide-Brötchen am Sonntag, bei dem Kinder vom Teig bis zur ofenwarmen Semmel alles mitmachen und -erleben, wird dann lieber gegessen.

Mit einem Lob verbunden, wie gut es schmeckt, machen Sie den nächsten Schritt in die richtige Richtung.

Die Qualität des frischen Gemüses und die eigene Herstellung beziehungsweise Mithilfe ist dabei die Grundlage, die auch Kindern positiv im Gedächtnis bleibt.

4. Tipp: Superhelden

Schon Popey aß Spinat, um seine explosionsartige Muskelkraft zu aktivieren.  Dabei enthält Spinat gar nicht so viel Eisen, wie man früher dachte.

Superhelden und ihre Kräfte haben aber eine starke Anziehungskraft auf Kinder. Amerikanisch Forscher haben herausgefunden, dass Kinder tatsächlich lieber Gemüse essen, wenn es den richtigen Namen bekommt. Die „Röntgenblick-Karotte“ oder der „Superkraft-Brokkoli“ sind nur zwei Beispiele.

Ebenso schnell leert sich der Teller beim „Unsichtbar-Kohlrabi“ oder „Astronauten-Krautsalat“. Der Kreativität sind keinen Grenzen gesetzt.
Das gilt für alles, was Kindern Lust auf Gemüse oder eine gesunde Ernährung macht. So kann auch der Einkauf von Lebensmitteln zum Erlebnis werden, denn allein die Vielfalt weckt das Interesse der Kinder.

Ausprobieren und das Lieblingsgemüse und seine Zubereitung finden. Wir wünschen allen viel Spaß und guten Appetit!

Foto: Fotolia_124526655_Viacheslav Iakobchuk

Helena
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