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Senioren-WG: Noch einmal Leben wie ein Student?

Eine Senioren-WG kommt stellt laut einer Umfrage für zwei von drei Rentnern eine Alternative dar. Doch was nach rauschendem Rentnerleben und wiederaufleben der guten alten Studentenzeit klingt, beschreibt eher eine Variante des altersgerechten Wohnens.

Im Prinzip ähnelt das Leben in einer Senioren-WG tatsächlich der von Studenten häufig genutzen Wohnform, die auch unter Senioren immer beliebter wird. Einer Umfrage zufolge können es sich zwei von drei Senioren vorstellen in eine Wohngemeinschaft einzuziehen. Denn wer im Alter nicht alleine oder in einem Heim leben möchte, für den klingt das Konzept durchaus verlockend. Dennoch sollte die Chemie zwischen den einzelnen Bewohnern stimmen, denn sonst ist die Wohngemeinschaft im Alter genauso zum scheitern verurteilt wie eine Studenten-WG.

Der Reiz einer Senioren-WG

Gerade für alleinstehende Senioren bietet die WG eine ideale Wohnform um der Einsamkeit im Alter zu entgehen. Doch sollten sich die Interessen, Gewohnheiten und Ansichten der einzelnen WG-Bewohner schon relativ ähneln, damit gemeinsame Freizeitaktivitäten aufeinander abgestimmt werden können.

Was allerdings nicht vergessen werden darf, ist die Tatsache, dass einer der Mitbewohner irgendwann pflegebedürftig werden könnte. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass relativ früh geklärt wird, in welchem Maß sich die anderen Mitbewohner dann kümmern wollen. Der Vorteil einer Senioren-WG liegt dann darin, dass sich auch Hilfe und Betreuung von außen leichter organisieren lässt, als wenn der Betroffene alleine in der Wohnung lebt. Für den Fall, dass ein Pflegedienst ins Haus kommt, der sich gleich um mehrere Senioren kümmert, können die Kosten geteilt werden. In Zeiten wo die Rente immer knapper bemessen wird, sicherlich ein weiterer Pluspunkt für die Wohngemeinschaft.

Auch andere teure Anschaffungen, die das Leben im Alter erfordert, wie beispielsweise absenkbare Küchenschränke oder Badewanneneinstiege könnten gemeinsam finanziert werden, sodass die finanzielle Belastung für jeden einzelnen geringer ist als es bei einer eigenen Wohnung der Fall wäre.

Umzugskosten kann man sich ebenfalls teilen. Für den Fall eines Alleinumzugs gibt es preisgünstige Transportanbieter für Möbeltransporte im Internet.

Senioren haben andere Bedürfnisse und daher auch andere Ansprüche an eine Wohngemeinschaft als Studenten

Voraussetzung ist für eine WG ist natürlich eine seniorengerechte Wohnung. Es sollte bedacht werden, dass die Treppen, die vielleicht zum aktuellen Zeitpunkt noch sportlich genommen werden irgendwann einmal ein fast unüberwindbares Hindernis darstellen könnten.

Des Weiteren wünschen sich die älteren Menschen oft mehr Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten als Studenten, sodass die Wohnung so geschnitten sein sollte, dass jeder sich bei Bedarf problemlos zurückziehen kann. Wenn die Wohnung alle Kriterien erfüllt, die ein altersgerechtes Wohnen mit sich bringt, dann steht dieser Wohnform nichts mehr im Wege und die Senioren haben wieder eine Möglichkeit des sozialen Kontaktes, ohne dabei in ihrer persönlichen Freiheit stark eingeschränkt zu werden.

Helena
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