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Sieben Leitsätze für die Kinderernährung

In den ersten Monaten haben Eltern es noch leicht: Das Baby ernährt sich zunächst nur von Milch, irgendwann folgen die ersten Breie. Doch spätestens, wenn der Nachwuchs mit am Esstisch sitzt und selbstständig entscheidet, was ihm schmeckt und was nicht, stehen Eltern vor der Frage: Wie ernähre ich mein Kind richtig?

Wovon wie viel? Die Leitsätze zeigen’s

Die richtige Kinderernährung ist zum Glück gar nicht so schwer! Selbst wenn Tochter oder Sohn vermeintliche Obst- und Gemüseverächter sind, kann man ihnen hier und da wichtige Vitamine und Mineralstoffe unterjubeln. Denn so bleibt die Nahrung ausgewogen, vollwertig und gesund – aber was bedeutet das eigentlich? Das zeigen diese sieben Leitsätze für die Kinderernährung, die hauptsächlich vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) festgelegt wurden:

  1. Täglich sollten Kinder drei Hauptmahlzeiten serviert bekommen, zwei davon sind kalt, eine warm. Zwei weitere Zwischenmahlzeiten sorgen zusätzlich für Energie und Nährstoffe, die das Kind für die geistige und körperliche Entwicklung benötigt.

  2. Die Menge der Speisen richtet sich nach dem Alter und daran, wie viel sich das Kind bewegt. Prinzipiell gilt: Je älter das Kind ist und je mehr es sich bewegt, desto mehr muss es essen.

  3. Als Grundlage der Kinderernährung dienen Getreideprodukte (am besten aus Vollkorn), Kartoffeln, frisches Gemüse und Obst. Weil diese empfohlenen Lebensmittel in Bezug zu ihrem Energiegehalt eine hohe Dichte an Mineralstoffen und Vitaminen aufweisen, sollten 55 Prozent der Nahrungsenergie aus dieser Gruppe stammen.
    Gemüse und Obst können gut als Zwischensnack angeboten werden, am besten bereits klein geschnitten – dann greifen Kinder viel lieber zu. Obst ersetzt Naschereien. Gemüse kann auch klein geschnitten in Soßen gemogelt werden.

  4. Milch und Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier bilden eine weitere, kleinere Gruppe. Sie liefern wichtiges Protein und Kalzium, das wichtig für starke Knochen ist. Wie man eiweißreiche Speisen zubereitet, die der gesamten Familie schmecken, kann man im Mein Q Magazin nachlesen.
    Eier, Fleisch, Wurst und Fisch sollten immer nur als Beilage serviert werden und nicht den Hauptbestandteil einer Mahlzeit ausmachen.

  5. Fette sollten nur sparsam eingesetzt werden. Als gesund gelten vor allem Pflanzenöle von Raps und Oliven. Auch Leinöl kann den Speiseplan – sparsam eingesetzt – sinnvoll ergänzen. Fettreduzierte Milchprodukte bieten sich oftmals ebenso an.

  6. Süßigkeiten wie süßer Brotaufstrich, Kuchen und andere zuckrige Produkte sind lediglich geduldet, weil sie zwar viel Energie aber kaum bis gar keine Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Solche Naschereien sollten bei Kindern nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Ernährung ausmachen. Bei Zwei- bis Dreijährige entspricht das etwa 110 Kalorien, also einem Doppelkeks oder einem Schokokuss, bei Zehn- bis Zwölfjährigen in etwa das Doppelte.

  7. Neben fester Nahrung ist auch die Flüssigkeitszufuhr bei Kindern wichtig für das Wachstum und die Entwicklung. Zu jeder Mahlzeit und zwischendurch sollten Kinder immer die Möglichkeit haben, ausreichend Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtsaftschorlen zu trinken. Limonaden oder pure Säfte enthalten zu viel Zucker und sollten gar nicht erst angeboten werden.


Bildquelle: Thinkstock, 179637029, iStock, boumenjapet

Helena