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Sport in der Schwangerschaft: Die wichtigsten Tipps für werdende Mütter

Die Nachricht, schwanger zu sein, stellt das Leben auf den Kopf. Werdende Mütter müssen ihre Ernährung anpassen, schädlichen Genussmitteln abschwören und sich über Mutterschutz, Elternzeit und Kinderbetreuung informieren. Viele schränken auch ihre sportlichen Aktivitäten ein, doch ist das überhaupt gut so? Nein, lautet die klare Antwort. Wir erklären, warum und worauf es zu achten gilt.

Moderater Sport ist in der Schwangerschaft gesund. Werdende Mütter erhöhen dadurch nicht nur ihr Wohlbefinden, sondern senken das Risiko für körperliche Beschwerden. Mehr noch: Auch die Geburt verläuft bei sportlichen Frauen problemloser. Das haben zahlreiche Studien belegt.

Moderates Training ist gesund

Wer gern Sport treibt, darf das auch mit Baby im Bauch. Wer sich umfassend informieren möchte, findet alles zum Thema Schwangerschaft und Sport hier.

Training ist täglich erlaubt, wie aktuelle Studien belegen. Sieben Mal pro Woche für sechzig Minuten gelten als Maximalmaß. Wichtig ist, dass der Sport im moderaten Bereich erfolgt. Die Pulsfrequenz sollte nicht über 155 Schläge pro Minute ansteigen. Ideal ist deshalb ein Training im Fitnessstudio. Die dortigen Cardiogeräte schonen die Gelenke und messen den Puls automatisch.

Wer gern an Geräten im Fitnessstudio trainiert oder joggen geht, kann in der Schwangerschaft damit weitermachen. Besonders ambitionierte Sportelrinnen sollten jedoch Rücksprache mit dem Arzt halten. Schwangere Frauen sollten zudem mehr als sonst auf ihr körperliches Empfinden vertrauen. Leichter Schwindel, Herzrasen und eine sehr hohe Atemfrequenz sind Anzeichen, dass sie es mit dem Sport zu weit getrieben haben. Wenn der Bauch bei der Aktivität stört, müssen sie sich eine andere Sportart suchen.

Eine absolute Abstinenz ist während der Schwangerschaft auf jeden Fall zu vermeiden. Sport steigert nämlich nicht nur das Wohlbefinden und die Chance auf eine komplikationsfreie Geburt, sondern bringt weitere positive Effekte mit sich. So leiden aktive Schwangere seltener unter Wassereinlagerungen an den Beinen. Darüber hinaus trainieren werdende Mütter mit Sport, sich anzustrengen, ohne das Baby zu belasten.

Stürze und Sprünge bergen große Risiken

Frauen, die sich sonst nicht körperlich bewegen, sollten wegen der positiven Effekte aufs Mutter- und Kindeswohl in der Schwangerschaft mit Sport beginnen. Für Einsteigerinnen eignen sich moderate gelenkschonende Sportarten wie Aquafitness oder Pilates am besten. Zu vermeiden sind Sportarten, in denen Stöße auf den Bauch möglich sind, dazu zählen natürlich Kampfsportarten aber auch Ballsportarten. Ebenso Tabu sind Tauchen und Klettern.

Was schon für die Zeit während der Schwangerschaft gilt, ist danach umso wichtiger: Ist das Kind auf der Welt, sollten Mütter unbedingt Rückbildungsgymnastik betreiben. Hier geht es in erster Linie darum, die Beckenbodenmuskulatur zu reaktivieren, die in der Schwangerschaft sehr stark strapaziert wurde. Ansonsten drohen Inkontinenz, Unterleibsschmerzen und Gebärmuttersenkung.

Bildquelle: Pixabay, pregnancy, 335689_1280

Helena