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Standesamtliche Hochzeit: Zu schnell ist alles vorbei!

Vorgestern war es also soweit: Meine beste Freundin hat geheiratet! Und natürlich will ich nicht vorenthalten, wie der ,,schönste Tag im Leben“ nun gewesen ist.

Es war eine erstmal rein standesamtliche Hochzeit. Also das, was viele ganz nüchtern als ,,zusammen einschreiben“ bezeichnen. Doch so pragmatisch ist es dann gar nicht gewesen, ganz im Gegenteil.
Der Raum beim Amt war in warmes Kerzenlicht getaucht, während die Amtsdame uns anrührend die Geschichte der beiden erzählte: wie sie sich kennen gelernt, was sie schon durchgemacht und was sie bald noch so vor haben. ,,Liebe auf den ersten Blick“ nannte sie es, weil die beiden sich auf einem Feuerwehrfest gesehen und sofort ineinander verliebt haben 😉 . Ich erinnere mich selbst auch noch gut an den besagten Abend. Morgens um vier bekam ich nämlich eine SMS von meiner angetüdelten Freundin: ,,Es klingt vielleicht verrückt, aber ich glaube, ich habe mich verliebt.“

Dann gab es natürlich auch noch den obligatorisch erhobenen Zeigefinger, dass man im Gespräch miteinander bleiben solle, Ehe eben kein Zuckerschlecken ist und man immer zusammen halten muss. Das übliche also 😉 .
Schließlich die alles bedeutende Frage: ,,Wollen Sie…?“ Und plötzlich schien sich im Raum ein Vakuum zu bilden, jeder spannte sich an, zuckte zusammen bei dem gehauchten ,,Ja“ der beiden: Wer weiß, sie hätten es sich ja im allerletzten Moment noch anders überlegen können… aber nein, Gott sei Dank stecken sich die beiden die wunderschönen, schlichten Silberringe an den Ringfinger und besiegeln alles mit einem Kuss.

Wieder draußen haben wir in der klirrenden Kälte Herzluftballons steigen lassen, um unsere Glückwünsche für die beiden in den Himmel zu schicken, damit sie auch ja wahr werden 😉 und nach einer lauten (laut aufgrund der klappernden Dosen am Auspuff und dem Gehupe der nachziehenden Wagenkolonne) Autofahrt Richtung Brauteltern, gab es erst einmal natürlich der allgemeine Sekt-Umtrunk und etwas leckeres zu essen.

Es wurde im kleinen Kreis geschmaust, getrunken und gelacht. Wir saßen bis abends zusammen und haben uns im kleinen Kreis gefreut. ,,Naja, die beiden haben das so spontan beschlossen, da heiraten sie schon und man hat sich von dem Schock noch gar nicht erholt.“ Meinte die neue Schwiegermutter meiner Freundin ganz trocken und erntete damit einige Lacher, woraufhin eine neue Diskussion entbrannte: Wie soll denn die kirchliche Hochzeit aussehen? Beide Elternpaare sind sich einig: im Garten! Mit weißem Rauschekleid! ,,Schön, dass wir auch gefragt werden.“ Meint meine Freundin nur lachend dazu.

Es war ein ganz entspannter, schöner Tag. Das frisch vermählte Paar zog schließlich spätabends glücklich mit rot glühenden Wangen von dannen, während die übrig gebliebenen Gäste sich noch für ein Bier zusammen taten. Es war, wie es auf dem Land eben so üblich ist. Irgendwie ging alles recht schnell und ich freue mich schon jetzt auf die kirchliche Hochzeit, der wohl etwas mehr Planungsspielraum eingeräumt werden wird 😉 .

Helena
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