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Versetzungsgefährdet – Was tun?

Das Halbjahreszeugnis sendet häufig Alarmsignale aus. Wenn die Versetzung gefährdet ist, leiden Kinder und Eltern gleichermaßen. Was tun, wenn es schon fast zu spät ist?

Zunächst gilt es Ruhe zu bewahren. Zusätzlicher Stress und Ärger sollten jetzt vermieden werden. Für das Kind stellt eine gefährdete Versetzung immer eine extreme Belastung dar, selbst wenn es an dieser Situation nicht ganz unschuldig ist.

Warum ist mein Kind versetzungsgefährdet?

Diese Fragen stellen sich die meisten betroffenen Eltern. Bei familiären Belastungen wie Scheidung oder Krankheit der Eltern ist das Problem für alle offensichtlich. Schwieriger wird es, wenn das Umfeld scheinbar stimmt und das Kind sonst aufgeweckt und begabt ist. Gerade bei selbstbewussten Kindern fällt es oft nicht auf, dass sie massive Schwierigkeiten in der Schule haben. Ihre schlechten Noten werden daher häufig als Schludrigkeit interpretiert.

Dabei hat schulisches Versagen oft tiefliegende Ursachen wie Überforderung, Schul-Angst und andere psychische Probleme. Eltern sollten sich daher in diesen Fällen mit den Kindern, Klassenlehrern und Schulpsychologen zusammensetzen, um herauszufinden, wie dem Kind geholfen werden kann.

Natürlich spielen die großen Veränderungen in der Pubertät eine entscheidende Rolle. Es gibt Kinder, die kommen ziemlich unbeschadet durch diese Zeit, andere sind heftigeren Anfechtungen ausgesetzt.

Ist Nachhilfe immer das richtige Mittel?

Bei akuter Versetzungsgefährdung kann Nachhilfe die letzte Rettung sein. Allerdings sollte man keine Wunder erwarten. Die Note „Vier“ sollte dann schon als Erfolg bewertet werden. Nachhilfe hat aber auch ihre Tücken. Das Kind könnte sich nun erst recht unter Druck gesetzt fühlen, besonders wenn die Eltern das Geld dafür leidlich abknapsen müssen.

In diesem Fall sollte man eher auf eine (preiswertere) studentische Nachhilfe setzen, anstatt auf teure Angebote der Nachhilfe-Institute. Auch kann ein Student oftmals mehr Lockerheit verbreiten und größeres Zutrauen zu dem Kind aufbauen, als das unter dem Eindruck von Professionalität möglich wäre.

Ist Sitzen-Bleiben überhaupt sinnvoll?

Darüber streiten sich die Geister. Wenn das Kind lange Zeit wegen Krankheit nicht am Unterricht teilnehmen konnte oder es gar freiwillig eine Klassen-Wiederholung anspricht, dann sollte man die „Ehrenrunde“ in Erwägung ziehen. In jedem Fall gilt es, sehr bedachtsam abzuwägen. Es ist gut, sich von mehreren Seiten Rat einzuholen. Und man sollte niemals den wichtigsten Punkt aus den Augen verlieren: Das Wohl des Kindes.

Helena
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