Home » Freizeit » Fernreisen mit Kindern

Fernreisen mit Kindern

Fernreisen mit KindernDas Reisen mit Kindern ist immer eine besondere Herausforderung. Bei Fernreisen in weit entfernte Länder muss mehr bedacht werden, als bei einem Trip innerhalb Europas. Die Eltern müssen nicht nur als „Entertainmentcenter“ während der langen Anreise gut vorbereitet sein. Im Vorfeld sollte besonders über Schutzimpfungen und Notfallmedizin nachgedacht werden. Auch ist es wichtig, sich selbst und die Kinder über Gefahren am Urlaubsort zu informieren.

Das Abenteuer Fernreise

Das Abenteuer Fernreise beginnt für Eltern, die mit ihren Kindern verreisen, bereits mit der Anreise. Während der An- und Abreise ist es wichtig, zuvor einen festen Treffpunkt auszumachen. Außerdem sollte jeder einen Zettel mit den relevanten Reisedaten, in Englisch, in der Tasche haben, auch die Kinder. Diese Maßnahmen helfen, falls einmal ein Familienmitglied verloren geht. Als Alleinunterhalter für die Kinder kann nur erfolgreich tätig werden, wer auch die notwendigen Hilfsmittel im Handgepäck hat. Altersgerechte Bücher, aber auch Spiele sind hilfreich. Abgesehen von Flugreisen nach Singapur, ist ein Päckchen Kaugummi, für die Landung, ein gutes Mittel gegen den Ohrendruck. Nur auf der Reise nach Singapur dürfen, verbleibende Restbestände, nicht mit ins Land gebracht werden. Die Strafe, für die Einfuhr von Kaugummi nach Singapur, beträgt etwa 250,- Euro. Bei kleineren Kindern eignet sich auch Fruchtgummi, um den Ohrendruck zu vermindern.

Gefahren durch das Essen im Urlaubsland

Die Schwellenländer Asiens sind immer häufiger das Urlaubsziel der Fernreisenden. Gibt es in Deutschland auch angeregte Diskussionen über Nahrungsmittel, so sind sie hier kein Thema. Im Supermarkt werden Lebensmittel zu Präsentationszwecken aus der Gefriertruhe genommen. Sie tauen auf und werden anschließend, für den Verkauf, wieder eingefroren. Für die Mägen der Einheimischen ist dies kein Problem, europäische Kindermägen können darauf sehr empfindlich reagieren. Daher sollte darauf geachtet werden, dass Fleisch immer gut durchgebraten ist. Besonders beliebt sind die Meeresfrüchte in diesen Ländern. Für vergleichsweise günstige Preise, oft vor der Zubereitung noch lebendig präsentiert, können sie kaum frischer sein. Trotzdem sind Magenprobleme leider nicht auszuschließen. Die Fanggebiete der Tiere sind leider häufig dort, wo auch die Fäkalien eingeleitet werden. Im besonders nährstoffreichen Wasser gedeihen gerade die Muscheln und Krebstiere hervorragend. Ob sich ein Erwachsener, diese Delikatesse, nicht lieber entgehen lässt, sei dahingestellt. Kinder sollten in jedem Fall darauf verzichten.

Medizinische Versorgung auf Fernreisen

In Touristenorten ist fast alles zu bekommen. Folgt man bei seiner Reise jedoch einem „Geheimtipp“, dann kann alles anders sein. Die Versorgung mit gesicherten Medikamenten ist nicht garantiert. Die Einheimischen nutzen, da häufig das Geld für gute Medikamente fehlt, oft billige Replikate. In der Notfallapotheke sollten alle wichtigen Medikamente vorhanden sein. Auch Tiere und Pflanzen sind natürlich Gefahrenherde. Die Kinder sollten besonders darauf hingewiesen werden, nicht in Büschen oder halbhohem Gras zu spielen. Selbst in den Innenstädten leben in den Tropen Giftschlangen. Denguefieber wird durch die tagaktive Denguemücke übertragen. Sie ist vergleichsweise groß und leicht an der Streifenfärbung zu erkennen. Gegen Dengue gibt es keinen vorbeugenden Impfstoff. Ein gutes Mückenschutzmittel sollte daher auf jeden Fall im Reisegepäck sein. Es sollte nicht nur abends, sondern besonders tagsüber aufgetragen werden. Das Dengueschockfieber ist eine lebensbedrohliche Erkrankung.

Fazit

Eine Fernreise mit Kindern kann ein Erlebnis sein, von dem die ganze Familie noch lange zehrt. Ein altersgerechtes Unterhaltungsprogramm sollte jedoch im Handgepäck mitreisen. Auch eine gute Reiseapotheke darf nicht fehlen. Es können unbekannte Gefahren durch mangelnde Lebensmittelhygiene und Tiere oder Pflanzen bestehen. Ein guter Reiseführer hilft dabei, sich im Vorfeld zu informieren.

Img.: Robert Wilson – Fotolia

Helena