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Was tun bei Schreibabys?

Dass Babys schreien, ist ganz normal. Durch das Schreien will Dir ein Baby mitteilen, dass irgendetwas nicht stimmt. Es geht um die Befriedigung der Grundbedürfnisse. Manche Babys schreien aber überdurchschnittlich viel und ohne ersichtlichen Grund. Eine medizinische Ursache wurde bereits ausgeschlossen. Haben diese Schreibabys einmal angefangen zu schreien, lassen sie sich kaum mehr beruhigen. Eltern fühlen sich dann oft hilflos und überfordert. Was kann man tun, um ein Schreibaby zu beruhigen?

Ursachen

Oft wird das übermäßige Schreien auf Verdauungsprobleme wie Dreimonatskoliken geschoben. Allerdings leiden nur ca. 11% aller Schreibabys wirklich an Verdauungsproblemen. Heute geht man eher davon aus, dass Schreibabys überfordert sind. Ein Schreibaby hat Probleme dabei, sein eigenes Verhalten zu steuern und findet keinen richtigen Schlaf-Wach-Rhythmus.

Beruhigung

Wenn sich ein Schreibaby nicht beruhigen will, wird oft hektisch zwischen verschiedenen Beruhigungsmethoden gewechselt. Dadurch regt sich das Baby noch mehr auf. Besser ist es, das Baby langsam in verschiedenen Stufen zu beruhigen. Schreit das Baby, solltest Du es nicht sofort auf den Arm nehmen, sondern erst einmal Blickkontakt herstellen. Schau Dein Baby einfach aufmerksam an. Nach einer gewissen Zeit kannst Du Dein Baby in ruhigem Tonfall ansprechen. Sprich langsam und beruhigend und nicht hektisch. Während dem Sprechen kannst Du eine Hand auf die Brust des Babys legen. Du solltest darauf achten, Ruhe auszustrahlen, auch wenn das bei einem schreienden Baby nicht leicht ist. Dein Verhalten färbt aber auf das Baby ab – es merkt, wenn Du nervös bist.
Hat sich das Baby noch nicht beruhigt, kannst Du seine Hände und Füße halten. Nach einer gewissen Zeit kannst Du anfangen, das Baby zu wiegen. Dabei kannst Du ihm auch einen Schnuller oder Deine Brust anbieten. Bleib geduldig und lass dem Baby etwas Zeit, um sich zu beruhigen. Das ist sicher leichter gesagt als getan, aber Dein Baby ist keine Maschine, die sich sofort beruhigt. Wenn Du mit Deiner Kraft am Ende bist, hilft es oft, wenn Du das Baby kurz alleine lässt und einmal tief durchatmest.

Methoden

Eine alte Methode, die Babys oft beruhigt, ist das Pucken. Dabei wird ein Baby eng in ein Tuch oder eine Babydecke gewickelt. Durch die Enge fühlt sich Dein Baby an die Enge und Geborgenheit im Mutterleib erinnert. Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit hilft dem Baby dabei, äußere Reize auszublenden und entspannt einzuschlafen.
Hilft das alles nichts, solltest Du Dir professionelle Hilfe suchen. Ein vielschreiendes Baby ist kein Zeichen dafür, dass Du eine schlechte Mutter bist und irgendetwas falsch gemacht hast. Es ist vollkommen normal, dass Du irgendwann verzweifelt und wütend bist. Ein Experte kann Dir hilfreiche Tipps geben, mit denen Du Dein Baby beruhigen kannst. Frag Deine Hebamme oder den Kinderarzt. Es gibt in vielen Städten auch spezielle Beratungsstellen für Eltern von Schreibabys. Gib nicht auf sondern lass Dich beraten.

Foto: Yvonne Bogdanski – Fotolia

Helena
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