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Weihnachten als Familie feiern mit Liedern und Gedichten

Weihnachtslieder und -gedichte sind an den Festtagen eigentlich ein Muss, aber vor allem Kinder haben an solchen Aktivitäten besonders viel Spaß und die ganze Familie kann das Fest in trautem Beisammensein begehen.

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Doch das Wissen um Weihnachtslieder, Gedichte und Fingerspiele schrumpft in vielen Familien bedenklich. Zumindest die klassischen gesungenen Festtagsreime bekommen die meisten noch zusammen, aber wie steht es mit umfangreichen Versen? Besonders spannend finden vor allem kleine Kinder die Vielfalt der Fingerspiele, bei denen sie zumindest die Gestiken ihrer Eltern nachahmen können, selbst wenn die die Texte noch nicht kennen. So fühlen sie sich einbezogen und lernen immer wieder etwas Neues.

Fingerspiele zu Weihnachten: Spaß für Kinder und Eltern

Die folgenden zwei Gedichte werden mit einfachen Gesten unterstützt, bei denen man nacheinander die Finger einer Hand antippt und ihnen so einen Vers zuordnet:

~ Fünf Männlein ~

Fünf Männlein sind zum Markt gelaufen,
um einen Weihnachtsbaum zu kaufen.
Der erste sucht das Bäumchen aus,
der zweite trägt es stolz nach Haus.
Der dritte stellt daheim es auf,
der vierte hängt den Schmuck darauf.
Der fünfte steckt die Kerzen dran
und alle zusammen zünden sie an.

~ Fünf kleine Zwerge ~

Fünf kleine Zwerge aus dem Wichtelwald
kommen angetrippelt, machen bei dir halt.
Fünf kleine Zwerge dürfen gar nicht ruhn,
haben jetzt vor Weihnachten gar so viel zu tun.
Der erste sägt die Tiere aus
für Michels neues Bauernhaus.
Der zweite ist der Puppenschneider,
der näht die neuen Puppenkleider.
Der dritte malt und schmiergelt fein,
die Kasperpuppen sollen fertig sein.
Der vierte backt die Weihnachtskuchen,
darf nur Zerbrochene mal versuchen.
Der fünfte muss auch ganz fleißig sein,
der packt alle Geschenke ein.

Schön ist es auch, gemeinsam mit den Kindern die entsprechenden Gesten zu einem Weihnachtsreim zu erarbeiten, so zum Beispiel zu Folgendem:

~ Aus dem Fenster schau ich raus ~

Aus dem Fenster schau ich raus,
suche nach dem Nikolaus.
Ist das seine Zipfelmütze?
Nein, das ist die Kirchturmspitze.
Sieht das wie sein Rucksack aus?
Nein, es ist der Baum vorm Haus.
Dort sein Bart so lang und weiß…
Ist ein Zapfen ganz aus Eis.
Sie doch nur die Stiefel an!
Ach, sie gehör’n dem Nachbarsmann.
Doch da, da winkt mir einer zu!
Nikolaus, ja das bist Du!

Klassische Weihnachtslieder und -gedichte mit Kindern erleben

Weihnachten ist für Kinder eine wahrlich magische Zeit und jeder Erwachsene, der sich die Erinnerung an dieses wunderbare Gefühl bewahrt hat und selbst den Zauber der Weihnachtszeit noch kennt, wird am gemeinsamen Gesang ebenso viel Gefallen finden wie die Kleinen. Traditionell ist es auch in vielen Familien Brauch, sich durch das Vortragen eines Gedichtes quasi das Auspacken der Geschenke zu verdienen. Doch schon das gemeinsame Lernen der Verse bringt Kinder, Eltern und Großeltern näher zusammen.

Hier auch nur einen Bruchteil der eigentlich bekannten Weihnachtslieder und Gedichte zur Adventszeit aufzulisten, würde jeden Rahmen sprengen. Wer Hilfe beim Erinnern an die alten Verse und Reime braucht, findet unzählige Bücher und Internetseiten, die sich dem Sammeln traditioneller und moderner Weihnachtspoesie verschrieben haben. Wie beispielsweise hier beim Projekt Gutenberg findet man auch Weihnachtsgeschichten, die unter dem Baum vorgelesen den Heiligen Abend besonders besinnlich ausklingen lassen. Anstelle der üblichen Gute-Nacht-Geschichten verzaubern sie Kinder ganz besonders und lassen sie voller Vorfreude auf die noch folgenden Feiertage einschlafen.

Was Weihnachten für Kinder bedeutet

Weihnachten ist für Kinder nicht einfach nur die Zeit des Jahres, in der sie viele Geschenke auspacken dürfen. Hier geht es vor allem darum, dass sich die ganze Familie mehr Zeit als üblich füreinander nimmt, dass man ungewöhnliche Dinge gemeinsam erlebt und dass man gemeinsam gewisse Regeln bricht. So dürfen Kinder zu dieser Zeit meist mehr Süßigkeiten naschen, vielleicht länger aufbleiben und beim wilden Auspacken der Geschenke ein gewolltes Chaos im Wohnzimmer erzeugen.

Diese Freiheiten, uns seien sie noch so klein, sind ein ganz entscheidender Punkt im jährlichen Kalender, doch damit die Kinder nicht ganz dem Eigensinn verfallen, ist das gemeinsame Singen und Vortragen von Gedichten oder das Lauschen einer von Opa erzählten Weihnachtsgeschichte wichtig, um sie an die eigentliche Bedeutung des Festes zu erinnern. So erfüllen die Reime und Lieder mehr als nur eine Aufgabe und machen das Weihnachtsfest für die ganze Familie erst so richtig vollkommen.

Helena
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