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Wichtiges zur Zeckenimpfung

Dank der globalen Klimaerwärmung befinden sich Zecken, die kleinen Blutsauger, auch in Deutschland immer weiter auf dem Vormarsch. Das Gefährliche ist nicht der Zeckenbiss an sich, sondern die Krankheiten, die eine Zecke dabei übertragen kann. Einen gewissen Schutz verspricht nur eine Impfung. Wie sie wirkt und für wen sie sinnvoll ist, haben wir im Folgenden aufgeschlüsselt.

Wovor schützt eine Impfung

Die Impfung schützt vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, die durch Viren im Zeckenspeichel übertragenen werden kann. Die FSME bezeichnet eine Gehirn-, Gehirnhaut- oder Rückenmarkentzündung. Gegen 50 weitere Krankheiten wie Borreliose oder Fleckfieber kann nicht geimpft werden.

Wer sollte sich impfen lassen

Wer in einem Risikogebiet wohnt oder dort einen Urlaub plant, dem empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut die Impfung. Der Hausarzt kennt die Empfehlungen, besonders für Risikogruppen wie ältere Menschen, bei denen Infektionen schlimmer verlaufen als bei Kindern. Aber auch bei zwei bis drei von 100 erkrankten Kindern treten Langzeitschäden auf, beispielsweise durch Schäden im Gehirn oder an den Nerven.

Kinder ab einem Jahr können gegen FSME geimpft werden. Bereits 14 Tage nach der zweiten Impfung besteht bei 90 Prozent der Schutz für die Saison, die dritte Impfung verlängert die Immunisierung auf zirka drei Jahre. Dafür ist eine Zeitspanne von etwa zwölf Monaten vorgesehen.

Es gibt auch eine Schnellimmunisierung, ebenfalls mit drei Impfungen, die aber innerhalb von zwei Monaten durchgeführt wird.

Pro und Kontra

Für die Impfung spricht, dass sie der einzig wirksame Schutz gegen FSME ist. Bei einem Krankheitsausbruch können nur die Symptome gelindert werden. Das Ausmaß des Krankheitsbilds mit Lähmungen, Krampfanfällen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen ist indes verheerend. Zwar gibt es auch nach Monaten noch Spontanheilungen, aber eine Garantie gibt es nicht.

Risikominimierung

Auch wenn eine Zecke Viren und Bakterien mit ihrem Speichelt überträgt, muss es nach einem Biss nicht zur Infektion kommen. Um das Risiko zusätzlich zu minimieren, ist es bei Ausflügen in Waldesnähe oder auf Wiesen ratsam, helle, glatte Kleidung zu tragen, die in die Schuhe beziehungsweise Socken gesteckt wird. So macht man es den Zecken schwer. Nach dem Ausflug sollte zusätzlich der ganze Körper abgesucht werden. Denn je schneller eine Zecke richtig entfernt wird, desto besser.

Bildquelle: Fotolia, 18422160, Adam Gregor

 

Helena
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