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Wozu heiraten…?!

Es gibt viele Gründe, sich von Gott den Segen abzuholen. Aber auch eben einige dagegen.

Die Hochzeit ist wohl in jedem Klein-Mädchen-Blondwuschelkopf der absolute Inbegriff für den schönsten Tag in ihrem Leben. Ein toller Mann, der sie vergöttert und ihr vor Gott versichert, für immer an ihrer Seite und mit ihr zu leben.
Wie romantisch!

Aber was ist, wenn man gar nicht religiös ist und aus moralischen Gründen nicht in der Kirche vor Gott treten möchte? Wenn sich einem die Nackenhaare aufstellen bei dem Gedanken daran, vor einem Pfarrer stehen und sich sein ,,Ja“-Wort abringen zu müssen?
Wozu das Ganze?

Im Grunde genommen dient heiraten ja mehr oder weniger dazu, bestimmte Sicherheiten zu liefern. So schnell kommt man nach der Kirchen-Nummer nämlich aus dieser Beziehungskiste nicht wieder heraus, da heißt es, langen Arm beweisen und durchhalten. Das beruhigt die Frau, aber auch den Mann, zu wissen, so schnell kann der Partner nicht das Weite suchen. Davon abgesehen ist es für viele der absolute Liebesbeweis und einfach ein ,,Muss“ in dieser Gesellschaft, ihrer Liebe einen konventionellen und familiären Rahmen zu verleihen. Das meine ich im Übrigen gar nicht so unromantisch, wie es klingt, denn tatsächlich ist es doch total romantisch, wenn einem der Mensch, den man so sehr liebt, verspricht, mit dir auch die allerschlimmsten Zeiten durchzustehen!

Aber für all diejenigen, denen genau dieses Versprechen wichtig, aber das ganze Drumherum zuviel ist, ist es schön, wenn sie eine Alternative haben. Und da gibt es zahlreiche, man muss einfach nur ein bisschen kreative Spitzfindigkeit beweisen 😉 . Ich würde es vielleicht so machen: Erst einmal überlegen, welcher Ort für uns beide besondere Bedeutung hat. Wo haben wir uns zum ersten Mal geküsst? Oder in welchem Wald waren wir immer picknicken? Und dann die liebsten Menschen zu einer kleinen Feier-Zeremonie einladen, vielleicht mit einem sogenannten Feierredner, damit der feierlich offizielle Teil nicht ganz zugrunde geht, und dann würde ich meinem Liebsten einfach so das Versprechen geben, all das zu tun. All die guten und schlechten Zeiten. Auch hier kann ein Ring die Liebe besiegeln – wenn es die ,,Betroffenen“ denn so wünschen. Das Schöne an so einer ,,Hochzeit“ ist ja, dass sie den konventionellen Rahmen absolut sprengt und trotzdem etwas ganz, ganz Besonderes ist. Eben der schönste Tag im Leben 🙂 .

Auf jeden Fall wäre das eine passende Alternative für die Menschen, die ein Problem mit der kirchlichen Trauung haben und Standesamt alleine zu steril empfinden. Wäre doch mal was anderes – und ganz persönliches – wenn man sich seine eigene Zeremonie schustert, oder? Zumindest würde diese Heirat allen Beteiligten ein unvergessliches Ereignis bescheren.

Helena
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