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Adoption – Wie erkläre ich das einem Kind?

Adoptiveltern haben oftmals ein Problem damit, ihrem Kind von der Adoption zu erzählen. Wahrscheinlich befürchten sie, dass ihr Kind daraufhin den Wunsch äußert, seine richtigen Eltern kennen lernen zu wollen. Trotz allem muss diese Information weitergegeben werden, sonst wächst das Kind mit einer Lüge auf.

Heutzutage sind gerade unter Prominenten Adoptionen eine Modeerscheinung. Die berühmtesten Adoptivmütter der Welt, Angelina Jolie und Madonna, geben allen kinderlosen Paaren die Hoffnung auf Nachwuchs. Auch wenn die Adoption bei nicht-prominenten Leuten vielleicht einen längerfristigen Prozess darstellt, lohnt es sich doch, diesen Berg an bürokratischen Dokumenten zu erklimmen.

Adoption – Aufklärung des Kindes

Unabhängig davon, wie schwer es den Adoptiveltern fällt, das Kind über seine Herkunft zu informieren, sollte man doch bedenken, dass jeder Mensch ein Anrecht darauf hat, seine Wurzeln zu kennen. Es geht dabei  nur um das Kind, die Gefühlslage der Eltern spielt dabei nur eine periphere Rolle.

Sobald das Kind ein gewisses Alter erreicht hat und die Situation verstehen kann, sollte man den Schritt gehen. Da Kinder prinzipiell mehr von Gefühlen als von dem Verstand geleitet werden, zählt weniger die Tatsache selbst, sondern viel mehr die Art und Weise, wie man es erklärt.

Bevor überhaupt diese Enthüllung stattfinden kann, sollte zuerst das Wort Adoption selbst geklärt werden. Während des ganzen Gespräches sollten Eltern darauf achten, wie sie dem Kind diese Informationen näher bringen. Je positiver die Darstellung erfolgt, desto besser kann das Kind  damit umgehen und wird auch zukünftig Fragen dazu stellen.

Adoption – fatale Fehler

Fatale Fehler begeht man dann, wenn man das Kind in Unwissenheit lässt oder es erst viel zu spät über seine Herkunft informiert. Besonders schwierig wird es dann, wenn der adoptierte Nachwuchs die Wahrheit selbst herausfindet, ohne dass er oder sie bis dahin etwas davon wussten.

Unangebracht ist auch eine emotionsgeladene Reaktion während der Enthüllung, so dass der Sprössling, aus Angst seine jetzigen Eltern zu verletzen, dieses Thema nie wieder zur Sprache bringt. Den fatalsten Fehler begeht man jedoch dann, wenn man dem Kind verbietet, seine biologischen Eltern zu suchen oder kennen lernen zu wollen.

So schmerzhaft diese Erfahrung auch sein mag, Sie müssen diese Möglichkeit von Anfang an in Betracht ziehen, schließlich hat jeder Mensch das Recht zu wissen, woher seine Wurzeln stammen. Mit viel Verständnis und Ruhe erreichen Sie am meisten und gehen nicht das Risiko ein, den Bezug zu ihrem Adoptivkind zu verlieren.

Adoption – bildliches Heranführen

Um dem Kind diese Situation am besten zu verdeutlichen, kann man mit Hilfe eines Familien-Fotoalbums arbeiten, in dem man den langwierigen Prozess der Adoption festgehalten hat. Anhand dieser Familienfotos wird dem Kind Zugehörigkeit vermittelt, die es in diesem Moment braucht.

Eine bildliche Darstellung sowie ein unterschwelliges Heranführen an die Wahrheit kann auch mittels Kinderbüchern verdeutlicht werden. Dafür eigenen sich Bilderbücher wie ‚Der Findefuchs‚, ‚Peter und Susi finden eine Familie‚ und ‚Das Buch über Bubblan, der neue Eltern bekam.‘

Helena
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