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Badewannenspielzeug gegen Machtkämpfe im Bad?

Jedes Kleinkind geht auf dem Weg zum jungen Erwachsenen durch Trotzphasen. Plötzlich werden tägliche Rituale wie das Kämmen, die früher so heiß geliebte Leibspeise oder das Baden als schrecklichste Zumutung auf der ganzen Welt empfunden und von einem Tag auf den anderen komplett abgelehnt. Doch mit ein paar Tricks kann man sich und dem Kind diese stressigen Machtkämpfe ersparen.

Badewannenspielzeug – Hilfe von Quietscheentchen und Co.

Badewannenspielzeug kann Kleinkindern und Babys helfen den Unmut über das verhasste Bad zu nehmen. Schiffe, Quietscheentchen, Wassermühlen, Gießkannen und kleine Eimer reizen nicht nur die Neugierde des Kindes, sie lenken auch ab, wenn zum Beispiel unangenehme Regionen gewaschen werden, wie z.B. die Haare oder das Gesicht. Ein besonderer Gag, der auch den Eltern Spaß macht, ist Badewannenkreide. Mit den bunten Farben lässt sich nicht nur das Badewasser färben, auch Fliesen und den eigene Körper kann das Kind damit kreativ verschönern. Badewannenkreide ist abwaschbar, ungiftig und auch für die Umwelt nicht belastend.
Man muss aber nicht unbedingt viel Geld für Badewannenspielzeug von Fisher Price und Co. ausgeben. Spaß in der Wanne machen auch leere Shampoo Flaschen, Sandförmchen und Zahnputzbecher, mit denen man den warmen Badeschaum zu hohen Gebirgen auftürmen und herrlich herumspritzen kann.

Wenn das Baden plötzlich zum Machtkampf wird – Ursachen und Gründe

Wenn das Baden plötzlich zum Machtkampf zwischen Eltern und Kind wird, sollte man allerdings zuerst nach den Ursachen forschen. Handelt es sich tatsächlich bloß um eine Trotzphase, oder plagen das Kind vielleicht konkrete Ängste, die es einfach noch nicht artikulieren kann? Gerade beim Baden können traumatische Erlebnisse vorliegen, die Erwachsene nicht weiter bedenken, einem Kleinkind jedoch eine riesige Angst vor Wasser einjagen.
Ist es z. B. im Schwimmbad oder der Kita einmal ausversehen mit dem Kopf unter Wasser geraten? Brennt das Shampoo in den Augen? Oder ist das Wasser einfach nur zu kalt oder gar viel zu heiß? Manchmal haben die Ängste auch ihren Ursprung in Kinderserien und Filmen. Ein Kleinkind oder Baby kann noch nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Haie und Krokodile lauern in den kleinen Kinderköpfen vermeintlich sogar in den Abflussrohren der Badewanne.
Hat man die tatsächliche Ursache für das Theater beim Baden ausgemacht, sollten Eltern ihrem Kind diese Ängste behutsam nehmen. Ein gemeinsames Bad zusammen mit Mama oder Papa kann helfen die Panik zu überwinden.
Früher oder später legen sich diese Ängste von alleine, Trotzphasen hingegen werden bis zur Pubertät dazugehören und sind für die Entwicklung des eigenen Selbstbewusstseins und die Abnabelung von den Eltern auch wichtig. So lange sollten junge Eltern am besten gelassen bleiben – Am schmutzigen Hals ist noch keiner gestorben!

Helena
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