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Ehevertrag vor der Hochzeit abschließen

Ein Ehevertrag hat einen äußerst schlechten Ruf, dabei ist er eine gute, solide Versicherung.

Jede Ehe kann zerbrechen © Flickr/Daniel Gasienica

Natürlich – wenn Braut und Bräutigam heiraten wollen, will niemand an einen Ehevertrag denken. Immerhin heiratet man, weil man den Rest seines Lebens miteinander verbringen möchte, weil die Liebe größer als jedes Hindernis dieser Welt ist – und dann soll man an die Eventualität einer Scheidung denken? Daran, dass man sich eines Tages nicht mehr einigen kann, sich um die Habseligkeiten des gemeinsamen Lebens streiten muss? Unmöglich!

Warum also einen Ehevertrag?
Weil man neben rosaroter Brille leider auch die Realität sehen muss: Heute werden 50 Prozent aller geschlossenen Ehen wieder geschieden und oftmals leider nicht in besonders freundlicher, wohlwollender Art und Weise.
Eine Scheidung ist schon schwer genug und Beteiligte sind froh, wenn der Vertrag alles für sie regelt und sie das nicht mehr selbst erledugen müssen.

Worauf kommt es an?
Erst einmal darauf, was einem gemeinsam gehört: Konten, Haus, Auto. Es muss explizit geklärt sein, wer was bekommt. Beide Parteien sollten damit einverstanden sein. Es wird in einem derartigen Vertrag also das finanzielle geklärt – für den emotionalen Haushalt muss man sich leider selbst kümmern 😉 .
Ein Ehevertrag klärt also die Rahmenbedingungen.

Fazit
Ein Ehevertrag ist ein realistischer wichtiger Eckpfeiler einer modernen und emanzipierten Ehe. Sich blauäugig auf die große Liebe zu verlassen, mag romantisch, aber leider auch gefährlich sein, wenn man einige Jahre später plötzlich ohne alles dasteht, weil alles, was man sich gemeinsam aufgebaut hat, zum Partner rüber fließt. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Ich würde also auch im Falle eines Falles einen abschließen. Mehr Infos weiß auch Wiki.

Und ihr? Habt ihr einen?

Helena