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Endstation Babyklappe – Was kann ich tun wenn das Kind nicht bleiben kann?

Es gibt Situationen im Leben eines Menschen, die eine Erziehung eines Kindes nicht ermöglichen oder sehr stark erschweren. In solchen Ausnahmesituationen muss entschieden werden, was mit dem Kind passiert.


Wenn die Eltern stark erkranken, einer Sucht unterliegen oder sich in einem finanziellem Notstand befinden, können Sie oft für Ihr Kind nicht ausreichend sorgen. Falls Sie sich vor einem solchen Problem befinden, sollten Sie einige Zeit in die Lösung investieren. Denn vorzeitige entgültige Entscheidungen werden oft das ganze Leben bereut und können nicht mehr beeinflusst werden.

Zunächst besteht die Möglichkeit, von dem Jugend- oder Arbeitsamt Hilfe zu bekommen. Dabei werden Sie finanziell unterstützt und es werden Hilfseinrichtungen für Kinder und Eltern kostenfrei angeboten.

Wenn die Eltern aber eine gewisse Zeit überhaupt nicht für das Kind sorgen können oder wollen, bietet das Jugendamt eine kurzzeitige Übernahme in Kinderheime oder Pflegefamilien. Somit wird den Eltern ermöglicht die Krisenzeit selbstständig zu bewältigen und das Kind später zurück in die Familie zu holen.

Es besteht aber auch die Möglichkeit auf eine endgültige Trennung vom Kind. Diese ist in Form der Babyklappe oder einer geregelten Adoption möglich. Die Option mit der Babyklappe, oder dem sogenannten Babyfenster, ist wohl die schnellste, aber auch die unpersönlichste. Dabei können Sie Ihr Baby in dieser Einrichtung vollkommen anonym abgeben. Hierbei werden keine Personalien oder ähnliches aufgenommen und das Baby wird nach einer ärztlichen Untersuchung zur Adoption freigegeben. Die Kosten für die Betreuung und die Adoption werden dabei von Spenden finanziert.

Bei einer offiziellen Adoption können Sie erst nach 8 Wochen nach der Geburt die Adoptionspapiere unterschreiben. Doch es ist auch möglich erst später damit zu beginnen. In diesem Fall können Sie, wenn Sie wünschen, bei der Wahl der neuen Familie mit entscheiden. Es kann sogar eine „offene Adoption“ beantragt werden, bei der Sie im Kontakt mit der Adoptionsfamilie stehen und über das Kind informiert werden. Allerdings ist diese Art von Adoption bei den meisten Familien nicht sehr erwünscht.

Helena