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Hochzeitsbräuche aus aller Welt

Die Hochzeitsbräuche in anderen Ländern können sehr unterschiedlich sein, aber es gibt auch viele Gemeinsamkeiten. Welche Hochzeitsrituale in anderen Ländern üblich sind, erfahren Sie in diesem Text.

Hochzeitsbräuche sind für eine schöne Hochzeit einfach unentbehrlich. In Deutschland wird wohl kaum ein Hochzeitspaar auf den Junggesellenabschied, die Hochzeitstorte und viele weitere Bräuche verzichten wollen. Doch auch in anderen Ländern gibt es Hochzeitsbräuche, die vielleicht auch bei deutschen Paaren gut ankommen könnten.

Hochzeitsbräuche in Griechenland

In Griechenland werden die Hochzeiten als ein sehr wichtiges Fest der ganzen Gemeinde angesehen. Vor allem in kleineren Dörfern beteiligen sich fast alle Einwohner an der Feier des jungen Brautpaares. Schon Wochen vorher muss die Hochzeit ganz groß angekündigt werden, so dass sich alle darauf vorbereiten können. Die Frauen der ganzen Gemeinschaft fangen schon Tage vor der Hochzeit an zu kochen. Am Hochzeitstag selber wird dann den ganzen Tag bis in die späten Stunden gegessen, getrunken und gefeiert.

Auch die kirchliche Trauung wird immer nach Ritual gemacht. Zuerst werden die Hochzeitskränze gesegnet, dann die Ringe getauscht und zum Schluss Wein getrunken. Zum Schluss wird das Brautpaar, wie auch in Deutschland, mit Reis, als Zeichen der Fruchtbarkeit, beworfen.

Hochzeitsbräuche in Kroatien

Auch in Kroatien ist die Hochzeit eine große Sache. Zu Hochzeiten wird die gesamte Verwandtschaft eingeladen und auch alle Freunde und Bekannten sind immer willkommen. Schon nach der Verlobung wird viel gefeiert. Die Freunde der Braut treffen sich dafür im Haus der Braut und machen eine Art Junggesellinnen Abschied. Am Tag der Hochzeit treffen sich die Freunde und Verwandten der Braut in ihrem Haus und die des Bräutigams in seinem. Dort sitzt man voller Vorfreude auf die Trauung zusammen bei Kaffee und Kuchen. Danach muss der Bräutigam die Braut von zu Hause abholen und das Brautpaar macht sich gemeinsam mit allen Freunden und Verwandten lautstark auf ded Weg zur Kirche.

Nach der Hochzeit findet eine große Party meist in einem Restaurant statt. Dort wird sehr viel gegessen und getrunken. Um Mitternacht wird dann die Hochzeitstorte rein geholt, die das Brautpaar gemeinsam anschneiden muss und sich danach gegenseitig damit füttert. Später muss die Braut in eine Art Tanz ihr Strumpfband präsentieren, das der Bräutigam mit seinen Zähnen runter ziehen muss. Dieses Strumpfband wird dann in eine Runde unverheirateter Männer geworfen, was das gleiche ist, wie für die Frauen der Brautstrauß. Der der das Strumpfband fängt wird dann mit der, die den Blumenstrauß ergattern konnte zusammen tanzen. Durch diese Tradition finden sich immer wieder neue Paare, die schon bald eine weitere Hochzeit feiern.

Hochzeitsbräuche in Schottland

In Schottland ist ein weißes Brautkleid erst sehr spät in Mode gekommen. Traditionell wurde früher einfach in einem schönen Kleid geheiratet. Besonders beliebt waren dabei vor allem die Farben Blau und Silber. Bis heute ist auch das Heiraten in schottischer Tracht sehr beliebt.

Nach schottischem Brauch wird die Braut an Ihrem Hochzeitstag zuerst gebadet und dann schön zurecht gemacht. Dabei soll es Unglück bringen, wenn die Braut vor der Trauung in den Spiegel schaut. Ansonsten musste früher, wie auch heute die Braut etwas altes, etwas geliehenes, etwas blaues und einen Glückspfenning bei der Hochzeit dabei haben. Dem Bräutigam soll es Glück bringen, wenn man ihm heimlich vor der Trauung etwas Salz in die Hosentaschen streut. Nach der Hochzeit wird das Brautpaar dann mit Reis beworfen. Früher schmiss der Brautvater auch einen Schuh in Richtung des Bräutigams, was ein Zeichen der Verantwortungsübergabe dar stellte.

Helena