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Jugendliche Straftäter – Strafe oder soziales Training?

Die Diskussion ist mit Sicherheit nicht neu. Vor geraumer Zeit wurde sie vor allem von den Medien zerpflückt und seither hört man nicht mehr viel über diese Optionen.

Allein die Erhöhung der Strafen und die Herabsetzung der Strafmündigkeit, die momentan bei 14 Jahren liegt, werden momentan diskutiert. Das entspricht auch der medialen Stimmungslage, die von Minderjährigen berichtet, die vermeintlich grundlos andere Menschen zusammenschlagen und misshandeln. Dies äußert sich in der Frage: Sollen Jugendliche härter bestraft werden, statt der Frage: Was kann man tun?

Wenn ein Jugendlicher mehrfach auffällig geworden ist, liegt es in der Hand des Richters, ob man eine Gefängnisstrafe oder eine pädagogische Maßnahme verhängt wird. Von militärisch angehauchten Drill-Trainingslagern, wie in den USA, ist man glücklicherweise weggekommen. Aber was ist die alternative Erziehungshilfe?

An der Freien Universität zu Berlin (FU) hat man unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Körner im Auftrag des Bundesjugendministeriums (BM für Familien, Senioren, Frauen und Jugend) eine Studie über gewaltbereite Jugendliche und effektive Therapieformen bereitet.

Man setzt dabei vor allem auf eine britische Herangehensweise, die sich „Denkzeit-Training“ nennt. Diese Methode hat eine Rückfallquote, und das ist das entscheidende Kriterium, von 0,6 Prozent zu den vorangegangenen 3,6 Prozent. Hierbei setzt man darauf, dass die Jugendlichen ihre Moralentwicklung stärken und kognitiv lernen in entsprechenden Situationen reagieren.

Gewalttätige Jugendliche kommen meistens aus sozial schwachen Familien.

Allerdings verteidigt sich auch diese Therapieform mit dem Argument, es wäre keine Kuscheltherapie. Dennoch werden die Ursprünge der Problematik angesprochen, die in der sozialen Herkunft liegen. Dabei wird auch angesprochen, dass diese Personen zu wenig soziale Aufmerksamkeit erhalten haben. Da klingt es ja sehr logisch, dass diese Personen hart ran genommen werden.

Wird es nicht Zeit, die Probleme am Ursprung zu lösen statt an den Symptomen herumzudoktern?

Helena
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