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Pflegekinder aufnehmen: Darauf kommt es an

Wenn die Eltern eines Kindes mit der Erziehung überfordert sind, kann es bis auf Weiteres in einer Pflegefamilie untergebracht werden. Die Pflegeeltern übernehmen dann die Erziehung des Kindes und ermöglichen ihm das Aufwachsen in stabilen Verhältnissen. Sie wollen ein Pflegekind aufnehmen? Wir verraten, worauf es dabei ankommt!

Unterschied: Adoption und Pflegeelternschaft

Paare, die sich nach Kindern sehnen, aber auf natürlichem Wege keinen Nachwuchs zeugen können, wählen häufig die Methode der Eizellenspende. Ein anderer Weg ist die Adoption eines Kindes oder die vorrübergehende Verantwortung für ein Pflegekind. Anders als Adoptiveltern haben Pflegeeltern jedoch nicht die rechtliche Elternschaft. Für das aufgenommene Kind bekommen sie eine Entscheidungsbefugnis, nicht aber das Sorgerecht – denn dieses bleibt weiterhin beim Vormund des Kindes.

Pflegelternschaft: Diese Voraussetzungen müssen erfüllt werden

Da die Auflagen für eine Adoption sehr streng sind, entscheiden sich viele Paare häufiger für die Aufnahme eines Pflegekindes oder eine Eizellenspende. Wo Sie am besten eine Eizellenspende durchführen lassen können, erfahren Sie hier.

  • Berechtigt, ein Pflegekind aufzunehmen, sind Alleinstehende sowie verheiratete, unverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare. Auch Paare, die bereits Eltern eines oder mehrerer Kinder sind, können ein Pflegekind aufnehmen.
  • Einen Antrag für ein Pflegekind sollte dennoch nur jemand stellen, der dem Kind ein behütetes Umfeld und einen angemessenen Wohnraum bieten kann. Ebenfalls wichtig ist die finanzielle Absicherung, damit es dem Kind an nichts mangelt. Hier mehr erfahren, zu finanziellen Beihilfen.
  • Die Vermittlung eines Pflegekindes wird in der Regel von Jugendämtern übernommen. Um die Voraussetzungen für eine Pflegeelternschaft überhaupt zu erfüllen, muss zudem ein eintragsfreies erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden.

Das erwartet Pflegeeltern

Bei den leiblichen Eltern haben die jungen Menschen mitunter seelisch und körperlich Schaden genommen. Ein Pflegekind bei sich aufzunehmen, geht daher mit einer großen Verantwortung einher. Um dem Kind für die Dauer seines Aufenthalts in der Pflegefamilie ein gutes Leben zu gewährleisten, muss die Pflegefamilie auf seine Bedürfnisse eingehen. Gleichzeitig sollte der Kontakt zu den leiblichen Eltern nicht gänzlich unterbunden werden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und den Eltern ist in vielen Fällen das Beste für das Kind.

Bei Erstaufnahme: Pflegeelternschulung ist Pflicht

Pflegeeltern, die zum ersten Mal ein Kind zu sich nehmen, müssen zusätzlich eine Pflegeelternschulung absolvieren. In den Sitzungen wird pädagogisches Fachwissen vermittelt, welches für die Betreuung eines Pflegekindes wichtig ist. Die Schulungen bieten außerdem die Möglichkeit, sich mit anderen Pflegeeltern auszutauschen.

Bildquelle: Pixabay, 1866868, Pexels

Helena
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